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Plaudern aus dem Nähkästchen: Bloggerinnen erzählen über Vorstellung und Realität des Ehelebens

Der schönste Tag im Leben eines Paares – so romantisch und hochtrabend dieser Satz klingt: steht ein Brautpaar kurz vor der Hochzeit, bringt dies viele Erwartungen, aber auch eine magische Spannung an den Start in das Eheleben mit sich. Wird die Feier so, wie man es sich im Kopf ausgemalt hat? Warum wollen wir wirklich heiraten, in der Zeit von modernen Beziehungen? Was erhoffe ich mir von unserer Ehe und wie wird es wohl, wenn wir erst einmal eine Weile verheiratet sind? Typische Klischees kommen in den Sinn und Fragen, die sich wohl jedes angehende Brautpaar vor der Eheschließung deutlich oder zumindest kurz einmal stellt. Was für ein sicheres Gefühl, in so einem Moment die Mama, die Schwester oder eine gute Freundin zur Seite zu haben, die bereitwillig alle Fragen beantwortet, Lampenfieber wegwischt und vor allem ihren Erfahrungsschatz teilt.

Aus diesem Grund haben wir mit diesen vier Bloggerinnen aus dem Nähkästchen geplaudert und dabei viele schöne, romantische und witzige Erlebnisse rund um ihre Hochzeiten und Ehen zu hören bekommen: Lest selbst!


Birgit  von Muttis Blog

Ich bin Birgit und plauderte auf Muttis Blog seit 2009 aus dem Nähkästchen. Ich schreibe über alles, das im Leben mit zwei Kindern auf Mutter einprasselt – denn die wahre Herausforderung begann bei mir nach dem Ja-Wort: Als die Kinder geboren wurden.

 

Sandra von Lana jetzt

Ich bin Biologin und Fastenbegleiterin, freie Journalistin und Videobloggerin. Meine Lieblingsthemen wie Gesundheit, Ernährung, Kochen und spannende Ausflüge bereite ich in Videos auf. Interviews mit faszinierenden Menschen, die außergewöhnliche Meinungen, Ideen und Lebensweisen haben, sind auch Teil meiner Arbeit. Den Blog sehe ich als eine schöne Möglichkeit, meine Interessen und Ideen zum Ausdruck zu bringen

 

Ivana von Naomella – lovely little life treasures

Mein Name ist Ivana und ich habe Naomella – lovely little life treasures ins Leben gerufen, als ich auf der Suche nach einem neuen Hobby war, welches meine beiden Leidenschaften Schreiben und Mode vereinen sollte. Ich sehe mich selbst als das Mädchen von nebenan und schreibe über alles, was ich liebe und mich bewegt: Meine Hunde, meinen Göttergatten und unser Baby Girl, Fashion & Beauty, Food & Travel uvm.

 

Adita von AditaKara

AditaKara ist ein Mode, Beauty, Lifestyle und Mama Blog, mit dem Ich Frauen einen Auszug aus dem Leben als Frau und die schönen Dinge im Leben zeigen möchte.

 


Bevor es ans Eingemachte geht: Wie lange seid ihr denn schon mit euren Liebsten verheiratet?

Sandra: Bald drei Jahre.

Birgit: 13 Jahre – ich bin ehrlich, ich musste nachrechnen. Wir beide vergessen auch immer wieder unseren Hochzeitstag.

Adita: Wir sind seit Juni 2013 verheiratet- also werden es bald vier Jahre.

Ivana: Verheiratet sind wir seit 2010, zusammen seit 2007.


Verliefen eure Hochzeiten so, wie ihr sie euch vorgestellt hattet bzw. wie sie geplant waren?

Birgit: Alles lief ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben. Nur die blauen Zehen waren nicht geplant – meine Hochzeitsschuhe waren zwar sehr hübsch, aber eben neu. Und nach einer durchtanzten Nacht hatte ich zwei blaue Zehennägel. Aber nicht, weil mir der Bräutigam beim Hochzeitswalzer auf die Zehen gestiegen ist.
Wir haben standesamtlich und kirchlich geheiratet – alles an einem Tag. Anschließend gab es eine Party mit Familie und Freunden, insgesamt etwa 100 Leute.

Adita: Unsere Hochzeit verlief im Großen und Ganzen eigentlich wirklich so wie sie geplant war und sogar besser, als wir uns es vorgestellt haben. Da wir insgesamt knapp 160 Gäste hatten, haben wir uns im Vorhinein eigentlich schon darauf eingestellt und damit abgefunden, dass eh nicht alles so werden wird, wie wir es uns vorstellen- und im Nachhinein waren wir sehr überrascht. Das lag aber vor allem daran, dass eigentlich alle Gäste wirklich in Feierlaune waren und viel Spaß mit uns gehabt haben. Und so wurde trotz 160 Gästen eine wirklich ausgelassene Party aus unserer Hochzeit…

Sandra: Wir hatten bewusst eine kleine Hochzeit geplant, nur die engsten Freunde und Familienmitglieder, die wir mögen. Es war ein wundervolles, lustiges und stressfreies Fest. Auch das Wetter hat perfekt mitgespielt. Es hätte nicht schöner sein können.

Ivana: Die Hochzeit verlief nicht ganz wie geplant, aber das soll ja ein gutes Omen sein. Paar kurze Fakten: Mein Kleid war zu groß, der Brautstrauß in der falschen Farbe, das Catering servierte zwar leckeres Essen, hielt sich aber nicht an das vorher festgelegte Menü. Wir fuhren mit der U-Bahn zum Standesamt, weil wir mit dem Auto im Stau steckten und wussten, wir schaffen es sonst nicht pünktlich!


Was waren für euch die Hauptgründe eures Ja-Worts?

Adita: Mein Mann hat mich gleich nach ein paar Wochen Beziehung gefragt, ob ich ihn heiraten möchte. Anfangs war sicher vor allem die erste Verliebtheit Grund für unsere Verlobung, aber geheiratet haben wir mit Sicherheit aus Liebe und weil wir beide viel von Ehe und der daraus folgenden Zugehörigkeit und Bindung halten.

Ivana: Wir haben aus Liebe und mit dem Ziel, bis dass der Tod uns scheidet, geheiratet.

Birgit: Ganz klar: LIEBE. Das ist die beste Basis, wie ich finde. Und ich hatte die doch unerwartet konservative Vorstellung, dass ich erst heiraten und dann erst an Kinder denken will.

Sandra: Wir hatten uns Hals über Kopf ineinander verliebt und mussten viel auf uns nehmen, um zusammen zu kommen, aber das ist eine lange Geschichte.


Steht ihr euren Partnern nach der Hochzeit näher als davor? Was hat sich durch die Ehe verändert?

Birgit: Verändert? Mein Nachname. Sonst … hm … eigentlich nichts. Doch: Ein Ring am Finger. Wir tragen tatsächlich beide täglich unseren Ehering. Das finde ich sehr schön. Und wir haben zwei Kinder bekommen.

Sandra: Wir hatten von Anfang an eine unglaubliche Nähe und das ist bis heute so. Wir haben einen achtsamen Umgang miteinander, den wir auch durch den gemeinsamen Alltag nicht schleifen lassen.

Ivana: Wir stehen uns näher, man fühlt sich doch irgendwie „zusammener“. Ein Trauschein ist eben nicht nur ein Stück Papier. Man bekennt sich vor Gott und dem Gesetz zueinander und das ist ein besonderes Gefühl! Auch die ersten Tage bzw. Wochen nach der Hochzeit ist man wie in einer Trance, einfach nur glückstrunken. Darum empfehle ich allen, wirklich gleich im Anschluss an die Heirat in die Flitterwochen zu fahren.

Adita: Mein Mann sagt oft, dass er oft lachen muss, wenn Freunde über die Frau schimpfen und viele das Thema Ehe belächeln, weil unsere Ehe sogar besser ist, als die Beziehung davor. Ich finde auch, dass wir uns jetzt noch näher sind und durch das Bewusstsein, dass wir jetzt ja „zusammen gehören“ viele Streitereien gar nicht mehr aufkommen.


Was habt ihr euch von der Ehe erhofft, was auch eingetroffen ist?

Ivana: Ich hatte mir erhofft, dass wir nach wie vor als Paar glücklich sein würden und zusammen all unsere Träume erfüllen und Kämpfe austragen. Unser Traum vom Eigenheim ging kurz nach der Heirat in Erfüllung und unser lang ersehnter Kinderwunsch erst vor Kurzem. Und es steht noch so vieles in der Pipeline.

Sandra: Ich hatte mir nichts Bestimmtes davon erhofft. Ich wollte mit diesem Mann ein gemeinsames Leben und er mit mir. Das Heiraten war eine ganz natürliche Konsequenz, die sich für uns sowas von richtig angefühlt hat. Wir genießen es, ein Ehepaar zu sein.

Adita: Ich muss sagen, dass ich mir von der Ehe nichts Bestimmtes erhofft habe, weil ich der Meinung bin, dass eine Beziehung an sich funktionieren und erfüllend sein sollte- und eine Ehe weder eine Beziehung retten noch kaputt machen sollte. Eigentlich sollte man sich einfach weiterhin mit Respekt und Wertschätzung begegnen, weil man ja das Leben miteinander verbringen möchte- und das ist bisher auch eingetroffen.

Birgit: Zueinander stehen – ganz offiziell. Mit gemeinsamem Familiennamen.


Hand aufs Herz: Wie sieht es bei euch in Bezug auf folgende Punkte aus:

Ehe bedeutet ewige Harmonie.

Sandra: Mit ehrlicher Selbstreflexion und Innenschau kommt man innerer Harmonie schon sehr nahe. Mein Mann und ich nehmen den achtsamen Umgang mit uns selbst und miteinander sehr ernst und kehren nichts unter den Teppich. So staut sich nie etwas auf, was richtigen Unfrieden in einen von uns oder unsere Ehe bringen könnte.

Adita: Möchten wir denn überhaupt ewige Harmonie? Für mich persönlich schließt eine erfüllende Beziehung zu einem Mann ewige Harmonie aus. Mein Mann und ich sind sehr direkte und temperamentvolle Personen- deshalb wird es mit ewiger Harmonie eher schwer. Aber er ist auch mein bester Freund, der mir beisteht und mich ausgleicht- und diese Art von Harmonie sollte in einer Ehe auf jeden Fall gegeben sein.

Ivana: Ewige Harmonie ist eine Illusion. Ein Streit oder eine Diskussion kann und darf auch mal vorkommen. Man entwickelt sich konstant weiter und das Leben stellt einen immer wieder vor neuen Situationen und Herausforderung. Darum ist es wichtig immer an sich selbst und auch an der Partnerschaft zu arbeiten.

Birgit: Fehlanzeige. Egal ob wilde Ehe oder „echte“ Ehe – Paarbeziehung muss gepflegt werden. Und erst recht, wenn aus einem Paar eine Familie wird.

 

Alle Geheimnisse müssen offenbart werden.

Birgit: Hab ich noch nie drüber nachgedacht… Kommt wahrscheinlich auf das Geheimnis an. Da gibt es kein Patentrezept.

Sandra: Gar nichts „muss“ bei uns. Aber seltsame Geheimnisse können für einen selbst Stress bedeuten. Ich mag das nicht.

Ivana: Vielleicht müssen paar kleine, harmlose Geheimnisse nicht offenbart werden. Z.B. wenn das Shopping-Budget um 50 Eur überschritten wurde oder sowas in der Art. Ansonsten sind Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit das A und O einer Beziehung. Es ist wichtig dem Partner vollkommen vertrauen zu können.

Adita: Mein Mann ist auch mein bester Freund. Er weiß neben meiner Mutter mehr als alle anderen über mich. Das ist aber keine Pflicht, sondern wir reden eben gerne über alles miteinander und ich möchte mich vor der Person mit der ich lebe nicht verstellen. Gewisse Kleinigkeiten- wie eben Frauensachen usw- gehen ihn nichts an, aber mich seine „Männersachen“ auch nicht.

 

Nach der Heirat kann man sich gehen lassen.

Birgit: Das gebietet doch schon die Eigenliebe, das nicht zu tun.

Adita: Ich habe ja eine kleine Tochter, und nicht mal jetzt kommt „sich gehen lassen“ für mich in Frage. Das hat aber in erster Linie mit mir selbst zu tun- ich möchte so aussehen, wie ich mir das vorstelle, aber natürlich auch meinem Mann gefallen. Und er sieht heute auch besser aus denn je, deshalb kann ich diese Meinung wirklich nicht vertreten. Ich kenne Paare, die 30 Jahre zusammen sind, und für die es immer noch das Normalste auf der Welt ist, sich für den anderen aufzuhübschen. Ich finde, es ist ein Zeichen von Wertschätzung, auf sich zu schauen.

Ivana: Ich kenne niemanden, der sich nach der Heirat bewusst hat gehen lassen. Oft ändern sich die Lebensumstände und damit auch der Körper und auch der Charakter eines Menschen.

Sandra: Nein. Weder in Bezug auf einen liebevollen und achtsamen Umgang miteinander noch körperlich. Ich möchte meinen Mann auf allen Ebenen „anmachen“ (und er mich auch 🙂 )


Danke nochmal an alle Vier für die spannenden Antworten!

Na, habt ihr jetzt auch Lust bekommen auf’s Heiraten & Verheiratetsein? Dann dürft ihr auf die UNIVERSAL Hochzeitswelt gespannt sein, die schon bald live geht und viele tolle Tipps & Ideen für euch bereit hält! Und die schönsten Hochzeitslocations in Österreich findet ihr hier auf einen Blick!

Euer UNIVERSAL Redaktionsteam

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