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Glücksbringer backen zu Silvester

Glücksbringer backen

Der Countdown zum Jahresende ist bereits eingeleitet. Und somit auch die Vorbereitungen für die Silvesternacht. Die einen feiern auf einer Almhütte (die bereits vor einem Jahr reserviert wurde), die anderen verbringen den Abend lieber gemütlich daheim und ein Großteil sitzt mit Freunden und/oder Familien zusammen und stoßt zuhause auf das neue Jahr an. Egal, ob Gastgeber oder Gast – Glücksbringer machen jedem eine Freude. Wer in diesem Jahr nicht zu Glücksbringern aus dem Supermarkt greifen möchte, sollte sich das Rezept zum Glücksschweine backen zu Gemüte führen. Die Back-Queen Christina Bauer verrät euch, wie einfach Glücksbringer backen geht!

Woher kommt eigentlich Silvester?

Warum heißt der 31. Dezember eigentlich „Silvester“? Warum werden an diesem Tag Raketen in den Himmel gefeuert? Und warum wurde Silvester genau auf den 31. Dezember gelegt? Hier glänzen wir mit ein bisschen Klugscheißerwissen.

Der Vorname „Silvester“ kommt vom lateinischen Wort „Silva“, was übersetzt so etwas wie „Waldmensch“ bedeutet. Das Feiern zu Silvester geht auf einen heidnischen Brauch zurück. Die Germanen glaubten, dass ihr Kriegsgott Wotan in der dunklen Jahreszeit sein Unwesen treibt. Der 31. Dezember fiel nach dem Kalender der Germanen genau in die Mitte der Rauhnächte, die besonders lang und dunkel waren. Genau in dieser Nacht – so glaubten es die Germanen – trieb Wotan sein Unwesen und zog mit seinem wilden Gespenster-Heer durch die Lüfte.

Ein Jahres-Endfest gab es übrigens schon in der Römerzeit, nachdem der Jahresbeginn von März auf Januar verschoben wurde. Seinen Namen hat Silvester seit dem Jahr 1582, in dem der letzte Tag des Jahres vom heutigen Heiligabend auf den 31. Dezember verlegt wurde – dem Todestag von Papst Silvester I. Er verstarb am 31.12.335 in Rom. Ab diesem Zeitpunkt galt der gregorianische Kalender, nach dem heute in den meisten Ländern der Welt gezählt wird.

Das Feuerwerk, das in den meisten Ländern zum Neujahr-Feiern dazugehört, kommt wie schon kurz angesprochen von den Germanen. Diese ließen es in der Nacht zum ersten Januar richtig krachen, um böse Geister zu vertreiben. Sie machten Lärm, zündeten Holzräder an, trommelten und ließen die Peitschen knallen.

Offene Fenster und rote Unterwäsche – so wird weltweit Silvester gefeiert

Andere Länder, andere Sitten. Der einzige gemeinsame Nenner der weltweiten Silvesterbräuche ist der Tag, an dem sie gefeiert werden – der 31. Dezember. Ansonsten rutscht man in aller Welt doch ziemlich unterschiedlich das neue Jahr. In Italien beispielsweise tragen Frauen – aber auch Männer – zum Jahreswechsel rote Unterwäsche, um glücklich und erfolgreich zu werden. Die Spanier essen um Mitternacht zu jedem Glockenschlag eine Weintraube. Aber wehe man verzählt sich, denn dann steht im neuen Jahr Unheil bevor. Übrigens: Die Supermärkte in Spanien bieten zu Silvester sogar spezielle Konservendöschen mit zwölf Trauben an.

Die Franzosen gehen das neue Jahr relativ ruhig an. Statt Böller und Raketen wird gewöhnlich zuhause gefeiert. In Paris ist Raketenschießen sogar verboten. In Griechenland wird zum Neujahrsfest gezockt. Karten- und Würfelspiele sowie Casinobesuche sind hier die Regel. Am Abend des 31. Dezember wird legal oder illegal ein dreistelliger Millionenbetrag verspielt. Die Partytiger in Russland läuten mit dem letzten Tag des Jahres ein zehntägiges Fest ein und das Pendant zum Weihnachtsmann, Väterchen Frost, bringt außerdem am 31. Dezember Geschenke.

Schwedische Männer ziehen mit Kohle und Rosinenbrot um die Häuser und in asiatischen Ländern wird das neue Jahr etwas später gefeiert – und zwar im Februar, wenn der erste Vollmond nach dem 21. Jänner scheint. Dafür feiern sie dann drei Tage lang und öffnen um Mitternacht die Fenster, um das neue Jahr ins Haus zu lassen.

Kleeblatt, Fliegenpilz, Schweinchen – diese Mitbringsel sollen Glück bringen

Glücksbringer gehören zu Silvester wie Raketen und Feuerwerk. Aber welcher Glücksbringer steht eigentlich für welches Glück? Wir klären auf!

Kleeblatt als Glücksbringer

Kleeblatt
Das vierblättrige Kleeblatt bringt nur Glück, wenn man es verschenkt und es muss ohne zu Suchen gefunden werden. Außerdem soll es vor Zauber und Hexen schützen und „hellsichtig“ machen – also dem Besitzer das wahre Wesen einer Sache oder Person erkennen lassen. Auch interessant: Unter das Kopfkissen gelegt zeigt es jungen Mädchen im Schlaf ihren Zukünftigen.

Rauchfangkehrer
Berührt man einen der Knöpfe des Rauchfangkehrers, bedeutet es besonders viel Glück. Dieser Glaube kommt von früher, als man froh war, diesem Mann zu begegnen, damit er den Kamin kehrt. Wegen seiner schwarzen Kleidung erinnerte er außerdem an den Teufel. Daher wurde ihm die Fähigkeit zugeschrieben, den Teufel selbst oder mit seiner Hilfe andere Geister zu verbannen. Der Rauchfangkehrer schützt als Glücksbringer gegen Gefahren oder vor Krankheiten.

Rauchfangkehrer als Glücksbringer
Schwein als Glücksbringer

Glücksschwein
In europäischen Kulturen galt das Schwein als Zeichen für Wohlstand. Das Glücksschwein stand früher für Fruchtbarkeit und Glück. Wer „Schwein hatte“, wurde als reich und glücklich angesehen. Der Aberglaube besagt, dass man zu Neujahr einen Schweinsrüssel oder zumindest Schweinefleisch essen sollte, damit man im kommenden Jahr Glück hat.

Hufeisen
Das Hufeisen hat die Form des aufgehenden Mondes und muss gefunden werden, man darf es nicht suchen. Besonderes Glück hat man, wenn mindestens noch drei Hufnägel vorhanden sind. Im Haus hängt das Hufeisen meist über der Schwelle der Haustür und soll besonders zu Silvester Glück bringen.

Hufeisen als Glücksbringer
Fliegenpilz als Glücksbringer

Fliegenpilz
Der Fliegenpilz gelangte durch seine Wirkung zum Glückssymbol. Sein Gift hatte eine berauschende Wirkung, die ein Gefühl der Schwerelosigkeit auslöste – und jenes von Glück. So einfach ist das.

Glückscent
Der Kupfer-Cent wurde früher an Stalltüren genagelt, um Hexen fernzuhalten. Außerdem glaubte man, dass das Geldstück jeden bösen Zauber auflöst und die Liebesfähigkeit fördert. In der Hosentasche getragen sollte der Glückscent vor Betrug im Wirtshaus schützen. Das Finden eines Glückscents soll auch heute noch Glück bringen.

Glückscent als Glücksbringer
Marienkäfer als Glücksbringer

Marienkäfer
Tut ja dem Marienkäfer nichts an – sonst hagelt es Unglück. So besagt es zumindest der Aberglaube. Wenn er rot ist und 7 Punkte hat, soll er Hexen und Unglück fern halten. Sieben Punkte deshalb, weil die Zahl 7 eine der höchsten Glückszahlen ist.

Glücksbringer sind schnell im Supermarkt gekauft. Wie ihr mit einem selbst gebackenen Glücksschweinchen besonders punkten könnt, sagt euch Christina.

Christina, was ist beim Glücksbringer backen deiner Glücksschweinchen besonders zu beachten?

Die Schweinchen sind aus Germteig, das heißt, alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Die Butter sollte nicht geschmolzen sein und auch nicht direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden. Raumtemperatur ist ideal. Man sagt ja oft, Germteig sollte ständig warm gehalten werden, damit er besonders gut aufgeht. Germ hat heutzutage schon so eine gute Qualität, dass es das nicht unbedingt braucht. Ich schaue weniger auf die Wärme und mehr auf die Zeit, die er zum Rasten und Aufgehen braucht.

Wie bekommt man die Formen gut hin, wenn man keinen Ausstecher hat?

Die einzelnen Formen bestehen im Endeffekt aus unterschiedlich großen Kreisen. Für die größte Form verwende ich eine Tasse zum Ausstechen, für die kleineren – die Nase und die Ohren – ein Schnapsstamperl.  

Glücksschweinchen ausstechen
selbstgemachte Glücksbringer - Kreise ausstechen

Wie dekorierst du die Schweinchen?

Als Augen verwende ich Rosinen. Damit die Ohren besser „kleben“, streiche ich Eiklar darüber und lasse es ein bisschen eintrocknen. Dadurch verbinden sich die einzelnen Teile und halten besser. Bevor es ins Backrohr geht, kommt der Eidotter über das ganze Schweinchen

Wie lagert man die Schweinchen am besten?

Wenn man die Schweinchen nicht auf den letzten Drücker backen möchte, kann man sie auch einfrieren. Da sie sehr dünn ausgerollt werden, könnte es passieren, dass sie schnell trocknen. Nach dem Auftauen hingegen sind sie schön saftig.

GLÜCKSBRINGER BACKEN – REZEPT

Zutaten

  • 250 g lauwarme Milch
  • 1 Ei
  • 70 g Zucker
  • 1 Würfel Germ
  • 620 g Weizenmehl 700
  • 7 g Salz
  • 100 g zimmerwarme Butter

Zubereitung

Als erstes die lauwarme Milch, die Eier, den Zucker und die Germ in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Danach das Mehl und das Salz dazugeben. Am Schluss noch die Butter hinzufügen. Jetzt alles zu einem Germteig verkneten und anschließend ca. 20 – 30 Minuten rasten lassen.

Den Teig ca. 1 cm dick ausrollen und anschließend mit Hilfe von zwei runden Gegenständen Kreise ausstechen. Für ein Schwein benötigt man einen großen runden und drei kleine (2 Ohren, Nase) Kreise.

TIPP: Aus dem Teigrest einfach noch einen Striezel flechten!!!

Dann wie am Bild zusammensetzen und in die Nase mit Hilfe eines Spießes zwei Löcher einstechen. Jetzt mit Ei bestreichen und bei 180 Grad 15-20 Minuten backen.

Nach dem Backen werden mit dem Spieß noch kleine Löcher für die Augen eingestochen und in jedes Loch wir eine Rosine hineingesteckt

Glücksbringer backen - Glücksschweinchen
Glücksschweine backen

Wie wird bei euch zuhause Silvester gefeiert?

Das ist eigentlich jedes Jahr unterschiedlich. Dieses Jahr werden wir die Geschenke, die zu Weihnachten gewichtelt wurden, innerhalb der Familie verschenken und am Abend mit den Kindern auf Pistenraupen auf einen Gipfel in Obertauern hinauffahren. Von dort oben schießen wir ein paar Raketen und haben einen traumhaften Ausblick auf die restlichen Feuerwerke.

Was kochst du normalerweise zu Silvester?

Für mich sind Raclette und Fondue typische Silvestergerichte. Die sind auch gut vorzubereiten und können in großer, gemütlicher Runde gegessen werden. Man hat zu Silvester ja einige Zeit zu überbrücken – und kann so immer vor sich hin essen.

Hast du Vorsätze für 2018?

Spezielle Vorsätze habe ich nicht – bzw. hatte ich noch keine Zeit, mir Gedanken darüber zu machen. (lacht) Das wichtigste ist für mich, dass ich und meine Familie gesund bleiben und alles so sorgenfrei weiterläuft wie bisher.

Raclette oder Fondue? Mit diesen Ideen & Tipps gelingen die Silvester-Klassiker

Neben Karpfen und anderen Fischgerichten sind Fondue und Raclette die beliebtesten Speisen zu Silvester. Das Fondue stammt ursprünglich aus der Schweiz und wird traditionell aus geschmolzenem Käse gemacht. Je nach Vorlieben kann man aber auch Schokolade, Brühe oder Fett zum Eintunken der Speisen verwenden. Wir haben Tipps für das perfekte Käsefondue für euch:

  • Käse vor dem Schmelzen reiben

Damit das Käsefondue möglichst cremig wird und schneller schmilzt, sollte der Käse vor dem Erwärmen möglichst fein gerieben werden. Generell eignet sich ein junger Käse für das Fondue besser, als ein lang gereifter Bergkäse. Tipp: Mais- oder Kartoffelstärke direkt unter die Käseraspeln mischen, um die perfekte Creme-Konsistenz zu erzielen.

  • Quality first

Wie bereits erwähnt, kommt das Fondue ursprünglich aus der Schweiz. Wer dem Original treu bleiben möchte, sollte zu echtem Schweizer Käse greifen. Eine leckere Kombi ist beispielsweise das Trio Appenzeller-Emmentaler-Gruyère. Je nach persönlichem Geschmack kann natürlich variiert werden.

  • Rühren, rühren, rühren

Ähnlich wie beim Risotto ist es auch beim Käsefondue wichtig, lange und gemächlich zu rühren. Dadurch verschwinden Klümpchen und der Käse verbindet sich nach und nach mit dem Wein. Apropos Wein: Dieser sollte in erster Linie trocken sein. Ein Sauvignon Blanc eignet sich hierfür sehr gut.

Raclette – der Klassiker am Silvesterabend

Wer nicht so sehr auf Fondue steht, greift meistens zur Alternative, dem Raclette. Ursprünglich ließ man beim Raclette einen halben Käselaib am Feuer schmelzen. Im Anschluss wurde der Käse vom Laib geschabt. Heute wird der Käse in kleinen Pfännchen unter der heißen Platte des Raclettegrills geschmolzen. Als Beilagen werden oft Kartoffeln, Fleisch, Würstchen, Champignons, uvm. verwendet. Mit diesen Raclette Ideen und Tipps gelingt die beliebte Speise immer:

  • Platz schaffen

Raclettegrill, Pfännchen, Teller, Besteck, Gläser, Salatschüssel. Beim Raclette-Essen wird die Tischplatte schnell voll. Der Grill nimmt den größten Platz am Tisch ein – trotzdem sollte jeder Gast genügend „Bewegungsfreiraum“ haben. Hilfe kann ein Beistelltisch schaffen, der zusätzlichen Platz bietet.

  • Zutaten vorbereiten

Die Raclette-Beilagen werden weggehen, wie die warmen Semmeln. Umso wichtiger ist es, sämtliche Beilagen vorzubereiten, sodass das Schnibbeln im Laufe des Abends wegfällt. Fleisch und Wurst sollten möglichst dünn geschnitten werden, die Kartoffeln in mundgerechte Stücke.

  • Dips und Soßen

Eigentlich isst man Raclette ohne Soße, weil der geschmolzene Käse ohnehin flüssig genug ist. Trotzdem schmeckt es meistens mit zusätzlichen Soßen und Dips noch besser. Knoblauch- und Currysoßen sowie Kräuter- und Frischkäsedips eignen sich perfekt für die Gemüse-Käse-Kombis.

P.S.: Nicht vergessen, Glücksbringer für jeden Gast auf dem Tisch zu platzieren!

Neujahrsvorsätze – endlich Nichtraucher und bewusster ernähren. So haltet ihr eure Vorsätze ein.

Mehr Sport, gesündere Ernährung, mit dem Rauchen aufhören. Die Liste an Vorsätzen für das neue Jahr ist endlos lang. Immer wieder sind wir voller Tatendrang, dieses Mal wirklich durchzuhalten. Doch das ist leichter gesagt, als getan. Mit diesen Anregungen könnte der gute Vorsatz im Jahr 2018 eingehalten werden:

  1. Mit Zettelchen erinnert werden
    Kleine Notizen können einen immer wieder an den Vorsatz erinnern, den man sich vorgenommen hat. Wenn es ums Abnehmen geht, hilft ein „5 Kilo weniger“-Merkzettel an der Kühlschranktür, um nicht wieder zu Kalorienbomben zu greifen. Oder ein Foto von einer schwarzen Lunge im Geldbörserl, wenn man wieder Zigaretten kaufen möchte. Klingt hart, hilft aber.
  2. Verbündete suchen
    Gemeinsam geht alles viel einfacher. Möchte man beispielsweise zusammen mit dem Rauchen aufhören, greift man alleine wahrscheinlich nicht zum Glimmstängel – der/die andere hält immerhin auch durch. Sport und Fitnesstraining machen zu zweit viel mehr Spaß und es gibt immer jemanden, der den jeweils anderen motiviert.
  3. Ziele öffentlich machen
    Erzählt möglichst vielen Menschen von euren Vorsätzen. Neben dem Rückhalt, den man bekommt, fällt auch das Schummeln schwerer. Und wer möchte schon zugeben, dass er sein Ziel aufgegeben hat?
  4. Nicht übertreiben
    Weniger ist mehr. Zu viele Vorsätze sind zwar lobenswert, aber schwer umzusetzen. Lieber eins nach dem anderen umsetzen und Step by Step Erfolge feiern.
  5. Rückschläge zulassen
    Nobody is perfect. Kleine Rückschläge sind völlig normal – der Mensch ist immerhin ein Gewohnheitstier. Wichtig ist, sich davon nicht unterkriegen zu lassen und den Vorsatz nach wie vor zu verfolgen. Dann klappt’s auch mit Nichtrauchen, Abnehmen und Co.

Eine schöne Silvesternacht und einen guten Rutsch ins Jahr 2018 wünschen Christina & und das Universal Redaktionsteam!

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