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Gugelhupf: Ein Must-Rezept für jede Küche

Mohngugelhupf, Marmorgugelhupf, Nussgugelhupf. Die Reihe an Gugelhupf-Variationen lässt sich lange fortführen. Wer den leckeren Kuchen aus dem Ofen zaubert, punktet nicht nur bei Oma, sondern kann das Rezept auch beliebig abändern und somit neue Gugelhupf-Sorten backen. Christina verrät uns wie ihre Gugelhupfe besonders saftig werden und wie man das Muster beim Marmorgugelhupf besonders gut hinbekommt.

Die Heiligen Drei Gugelhupfe

Die geschichtlichen Wurzeln des Gugelhupfes reichen bis in die Römerzeit zurück. Schon damals benutzten die Römer runde Formen mit Rillen und einem Schlot in der Mitte, die der heutigen Form des Gugelhupfes sehr ähnlich waren. Diese hatten damals schon den Nutzen, die Rohrwärme beim dicken, hohen Kuchen auch ins Innere gelangen zu lassen. Der Legende nach haben auch schon die Heiligen Drei Könige einen Gugelhupf gebacken – und zwar als Dank für einen herzlichen Empfang für ihre Gastgeber. Die Form des Gugelhupfes haben sie damals an ihren Turban angelehnt.

Die für uns wohl relevanteste Geschichte besagt die Herkunft des Gugelhupfes aus Österreich. Demnach soll ihn die Erzherzogin von Österreich sowie Königin von Frankreich Marie Antoinette aus dem Alpenland an den Hof von Versailles gebracht haben. Wir verbinden mit dem Gugelhupf meist die Biedermeierzeit, in der er von Wien aus die ganze Welt erobert hat.

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Kugelhupf oder Gugelhopf?

Warum heißt der Gugelhupf, Gugelhupf? Ganz genau kann man das nicht sagen, aber diesbezüglich jede Menge Vermutungen anstellen. Im Vollständigen deutschen Kochbuch aus dem Jahr 1856 wurde er als Kugelhupf bezeichnet. Wohl eher leitet sich der Name aber von „Gugel“, der Bezeichnung einer Kapuze, die im 12. Jahrhundert aufkam, ab. Bereitet man den Gugelhupf mit Germteig zu, wölbt er sich beim Ausbacken in einer runden Form. Das „Hupf“ kommt wahrscheinlich ebenfalls vom Teig, der hupft bzw. aufgeht oder von „Hopf“ (Hefe), da beim Bierbrauen Germ gewonnen wird. Egal ob Kärntner Reindling, Deutscher Napfkuchen, Setzkuchen, Französischer Savarin oder einfach nur Gugelhupf – schmecken tut er immer gleich gut.

Gugelhupf und Kaffee – ein unschlagbares Team

Der Gugelhupf gehört zum Kaffee wie die Milch in den Latte Macchiato. Es gibt kaum ein typischeres Stück Kuchen, das zu einer Tasse Kaffee serviert wird – ob im Kaffeehaus oder in Omas Stube. Die klassische Wiener Kaffeehauskultur ist in aller Welt bekannt. In ganz Österreich pflegt man das gemütliche Platznehmen und lässt sich dabei vom Ober verwöhnen.

Dazu gibt’s eine breite Palette an Kaffeesorten: Kleiner Brauner, Espresso, Milchkaffee, Schwarzer Kaffee, Irish Coffee, Verlängerter … Bereits im 14. Jahrhundert wurde in verschiedenen islamischen Ländern Kaffee getrunken. Aber auch Mönche des Klosters Chehodet im Jemen tranken das koffeinhaltige Heißgetränk, um in den langen Nächten des Gebets wach zu bleiben. Nach Österreich kam der Kaffee nach dem Ende der Türkenbelagerung im Jahr 1683. Angeblich ließen die Türken viele Säcke voll Kaffee zurück. Der Rest ist Geschichte – und im selben Jahr eröffnete das erste „Wiener Kaffeehaus“.

Wir kommen aber wieder zurück zum leckeren Gugelhupf, und bitten dich uns ein paar Geheimnisse zu verraten.

Christina, du hast jede Menge Gugelhupf-Rezepte auf Lager. Gibt es eine Art Grundrezept bzw. Grundzutaten für alle Gugelhupfe?

Im Grunde kann fast jeder Kuchen – vor allem Rührteige – als Gugelhupf gebacken werden. Da geht es vorrangig um die typische Gugelhupfform, in die der Teig hineingefüllt wird. Der Biskuitteig ist zum Beispiel zu fluffig, es muss schon ein kompakter Teig sein. Die Zutaten sind bei allen Gugelhupf-Teigen sehr ähnlich.

Wie wird der Gugelhupf besonders saftig und fluffig?

Meistens verwende ich Öl oder Butter – für den Marmorgugelhupf nehme ich Butter. Je weicher diese ist, desto besser kann man den Teig aufrühren und desto schöner und saftiger wird auch das Ergebnis.

… und wie lässt er sich leicht aus der Form lösen?

Hier ist Einfetten das A und O. Ich gebe ein kleines Stück Butter in die Form und lasse es bei ca. 60°C schmelzen. Im Anschluss streue ich die Butterflüssigkeit mit Brösel ein. Danach geht der Kuchen ganz leicht aus der Form.

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Welcher Gugelhupf geht am schnellsten?

Das ist wohl mein Ruck Zuck Gugelhupf. Dieser geht besonders schnell und ist auch besonders leicht zuzubereiten. Einfach alle Zutaten zusammenmischen, ins Rohr und fertig ist er. Die Zutaten können auch in Tassen abgemessen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es 200 ml oder 250 ml-Tassen sind – wichtig ist nur die einheitliche Tassengröße.

Welchen Gugelhupf machst du zu welchen Anlässen?

Zur Adventszeit mache ich gerne meinen Adventgugelhupf und im Sommer wird aus dem Zucchinikuchen ein Zucchini-Gugelhupf. Meistens greife ich zum Gugelhupf-Rezept, wenn ich schnell was backen muss. Der Vorteil ist auch, dass er sich besonders lange hält und nicht gleich trocken wird.

Wie kriegt man das Muster vom Marmorgugelhupf hin?

Marmor Gugelhupf

Ich fülle zuerst die helle Teigmasse ein und gebe die dunkle Masse danach langsam hinzu. Dabei bewege ich einen Löffel vorsichtig und spiralförmig. Hier ist wichtig, dass man mit dem Löffel nicht den Rand berührt, da der Gugelhupf sonst kleben bleiben kann.

MARMORGUGELHUPF REZEPT

Zutaten:

  • 250 g Zucker
  • 4 Eier
  • 200 g weiche Butter
  • 250 g Milch
  • 400 g Weizenmehl 700
  • 1 Pkg Backpulver
  • 15 g Kakaopulver
  • etwas Butter zum Einfetten der Gugelhupfform

Zubereitung:
Tipp zum Ausfetten der Form:
Zuerst ein kleines Stück Butter in die Gugelhupfform geben und bei 60 Grad im Backofen schmelzen – danach die Butter mit Hilfe eines Pinsels gleichmäßig in der Form verteilen und Brösel oder Mehl drüberstreuen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Zuerst die Butter mit dem Zucker schaumig rühren – anschließend nach und nach die Eier dazugeben und gut weiterrühren. Danach Milch, Mehl und Backpulver dazugeben und nochmal kurz und gut verrühren.

Ungefähr die Hälfte des Teiges in die Gufelhupfform füllen. Die zweite Häfte noch in der Rührschüssel lassen, das Kakaopulver dazugeben und nochmal gut verrühren. Jetzt die dunkle Kakaomasse in die Gugelhupfform füllen. Die beiden Schichten vermischen – dazu einen Löffel spiralen förmig durch die Masse ziehen.

Den Gugelhupf bei 180 Grad ca 50 Minuten backen.

Anschließend auskühlen lassen, mit Staubzucker bestreuen und zum Kaffee schmecken lassen.

Der Gugelhupf ist ja ein typisches „Oma-Rezept“. Hast du es auch von deiner Oma bekommen?

Das Rezept vom Marmorgugelhupf habe ich von meiner Schwiegermutter bekommen. Unsere Kinder essen aber sehr gerne Gugelhupf. Einmal habe ich für ein Kindergartenfest schnell meinen Ruck Zuck Gugelhupf gemacht und lustigerweise war es der Kuchen, der am schnellsten weg war.

Ende der Trockenzeit – so wird der Kuchen saftiger

Christina hat uns den Tipp gegeben, die Form mit flüssiger Butter einzufetten. Ein kleiner Fehler beim Backen oder hier und da eine Zutat zu viel oder zu wenig kann einen Kuchen brüchig und trocken machen. Dabei spielt das Verhältnis der richtigen Zutaten eine wichtige Rolle. Meistens ist zu viel Mehl der Übeltäter, was jedoch bei manchen Teigen (z.B. Rührteig) mit etwas Milch kompensiert werden kann. Saftig und locker wird der Rührteig übrigens auch, wenn man einen geriebenen Apfel darunter mischt und auch ein Schokoladekuchen profitiert von etwas weniger Mehl. Geschmacksneutrales Öl sorgt außerdem für eine schöne Konsistenz beim Schmelzen der Schokolade.

Tipp: Wer seinen Kuchen auch nach dem Backen noch retten möchte, kann mit einem Zahnstocher einige Löcher hineinstechen und frisch gepressten Zitronen- oder Orangensaft hineinträufeln.

Tipps für ein spontanes Kaffeekränzchen

Besonders dann, wenn sich Gäste spontan zum Kaffeekränzchen ankündigen, ist improvisieren gefragt. Kaffee hat man ja meistens im Haus – spannender wird es mit einer schnellen Süßspeise. Für diesen Fall hat Christina ein Rezept für einen Ruck Zuck Gugelhupf bei der Hand. Hier werden einfach alle Zutaten verrührt und in die Gugelhupf-Form gegeben: Et voilà! Wer es ein bisschen fruchtiger haben möchte, dem empfiehlt Christina ihren schnellen Erdbeerkuchen aus Biskuitteig und für Schoki-Fans ist auch ihr Schokoladenkuchen im Nu fertig.

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Für eine schnelle Dekoration eignen sich am besten Blumen. Entweder Blumengestecke aus Saisonblumen vorbereiten und einen Akzent wählen, der gut zur Tischdecke oder dem Läufer passt oder – wenn möglich – schnell einen schönen Strauß Wiesenblumen pflücken. Man glaube es kaum, aber auch die Kombination aus Zitronen und Blumen kann toll aussehen!

Nun steht einem entspannten Kaffeekränzchen inklusive saftigem Gugelhupf nichts mehr im Weg.

Gutes Gelingen wünschen Christina & und das Universal Redaktionsteam!

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