Teilen

Osterhasen aus Germteig backen: So gelingen die süßen Hoppler!

Osterhasen backen aus Germteig

Osterhasen backen gehört zu Ostern wie Ostereier färben und Nesterl Suchen! Die süßen Dinger aus Germteig überzeugen auf ganzer Linie: denn sie sehen süß aus und schmecken köstlich. Darum dürfen sie, genau wie Osterpinzen, auch bei keinem Osterfrühstück fehlen. Doch was hat der Hase eigentlich mit Ostern zu tun? Und wie gelingen die süßen Germteighaserl? Das erfahrt ihr jetzt!

Woher kommt eigentlich der Osterhase?

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, warum ausgerechnet ein Hase die Ostereier bringt – und nicht etwa ein Huhn oder eine Ente? Zu diesem Thema gibt es einige Theorien. Eine davon besagt, dass der Osterhase ein missverstandenes Osterlamm sein könnte. Die wohl gängigste Erklärung ist aber, dass der Hase neben dem Ei für Fruchtbarkeit steht. Das liegt an der rapiden Vermehrung der Löffler, die bis zu 20 Junge im Jahr bekommen können. Aus diesem Grund wurde der Hase zum Symbol der Fruchtbarkeitsgöttin Eostre, deren Fest „Ostara“ später zu Ostern wurde. Meister Lampe ist seitdem ein fixer Bestandteil der Oster-Symbolik.

Haserl zum Anbeißen: aus Schoko, Germ und Co.

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Deutschland vermutlich die ersten Hasen aus Schokolade gefertigt. Sie waren damals richtige Brocken, mehrere Kilogramm schwer und eher für die Deko, als für den Verkauf gedacht. Seit dem 20. Jahrhundert gibt es die folierten Häschen in unseren Geschäften. Die Produktion der so genannten „Hohlfiguren“ ist übrigens ziemlich kniffelig. Zerbricht ein Osterhase, muss er eingeschmolzen werden. Dann also dich lieber Osterhasen backen!

Die Geschichte von den verschmähten Schokohasen, die später zu Weihnachtsmännern umgeschmolzen werden, ist übrigens nur eine Legende.

Und jetzt geht’s auch schon ans Selbermachen. Denn unsere Christina hat ein leckeres Rezept für Osterhaserl aus Germteig für uns auf Lager.

Christina, was muss man beim Osterhasen Backen beachten, damit die Haserl was werden?

Beim Germteig ist es wichtig, ähnlich wie bei den Osterpinzen, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Die Butter sollte nicht geschmolzen sein und auch nicht direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden. Raumtemperatur ist ideal.

lyer

Wie bekommt man die schöne Form der Osterhasen hin?

Der Hase besteht im Endeffekt aus drei Teilen: Kopf und Ohren, Körper und Schwanz. Der Körper hat die Form einer Schnecke. Dazu wird der Teig zu einer längeren „Wurst“ geformt und im Anschluss aufgerollt. Der Hasenschwanz ist auch relativ leicht – hier wird ein kleines Stück Teig zu einer Kugel geformt. Kopf und Augen sind dafür etwas kniffeliger, aber ihr kriegt das sicher hin! Einfach ein Teigstück in eine ovale Form bringen und oben mit einem Messer etwa bis zur Hälfte einschneiden. Tataaa – nun erkennt man bereits die Ohren und den restlichen Kopf.

Wie dekorierst du die fertig gebackenen Haserl?

Für die Augen eignen sich am besten Rosinen. Den Körper bestreue ich immer mit Hagelzucker und zum Abschluss gebe ich den Haserl eine Mini-Schleife um den Hals.

Klingt schon mal ziemlich fein! Wer die kleinen Bunnies zuhause nachmachen möchte, für den hat Christina schon das Rezept parat.

ZUTATEN:

  • 250 g lauwarme Milch
  • 1 Würfel Germ
  • 100 g Zucker
  • 7 g Salz
  • 625 g Weizenmehl
  • 1 Ei
  • 100 g zimmerwarme Butter

ZUBEREITUNG:

  • Die Milch mit allen flüssigen Zutaten und dem Germ vermischen, anschließend Mehl dazugeben und zu einem feinen, glatten Teig verarbeiten. Den Teig zugedeckt ca. 30 min. gehen lassen.
  • Anschließend in 100 g Stücke aufteilen. Diese wiederum in drei Teile teilen. Ein Stück sollte 60 g, eines 30 g und das letzte 10 g haben.
  • Aus dem schwersten Teigstück wird jetzt ein Strang geformt, der anschließend zu einer Schnecke aufgerollt wird. Das zweite Stück wird oval ausgerollt und ein Mal längs bis zur Hälfte eingeschnitten — es bildet Kopf und Ohren. Das dritte Teigstück zu einer Kugel formen und es wird somit zum Schwanz des Osterhasen. Die einzelnen Teile zusammensetzten und anschließend mit Ei bestreichen.
  • Bei 180 Grad ca 20 Minuten backen. Den fertig gebackenen Osterhasen wird dann noch eine Rosine als Auge eingesetzt.  Gutes Gelingen!
{"dots":"false","arrows":"true","autoplay":"false","autoplay_interval":"5000","speed":"1000","design":"prodesign-1","rtl":"false","loop":"true","slidestoshow":"3","center_padding":0,"slidestoscroll":"1","centermode":"false"}

Welche Osterdekoration magst du zuhause am liebsten?

Ich bin eher ein Fan der schlichten Dekoration. Ein paar Palmkatzerl hier, ein Strauß Tulpen da, das ist mein Stil. Die gefärbten Ostereier gebe ich in ein Körbchen und dekoriere es schön mit unserem eigenen Heu. Vor zwei Jahren habe ich mal einen kleinen Korb aus Germteig gemacht. Das war ziemlich viel Arbeit und fast zu schön zum Essen.

Was kommt in euren Osterweihkorb?

Ganz schön viel eigentlich. Ich gebe Butter in Form eines Osterlammes, gefärbte Eier und einen Osterschinken hinein. Dazu kommen noch Kren, ein bisschen Käse und natürlich mein selbst gemachtes Osterbrot.

lyer

Was kommt beim Osterfrühstück auf den Tisch?

Eigentlich ist das bei uns eher eine Osterjause, weil das Essen ja vorher geweiht wird. Wir essen dann etwas verspätet das Weihfleisch und alle anderen Leckereien aus dem Weihkorb. Etwas Süßes kommt auch auf den Tisch, zum Beispiel Stritzel oder ein Osterkranz. Aber auch kleine Tassenkuchen machen sich gut beim Osterfrühstück!

Wie dekorierst du die Tafel bei der Osterjause?

Das Essen füllt schon sehr viel Tischfläche aus, wenn man es schön auflegt. Dazu gebe ich gerne ein paar frische Blumen und dann sieht das immer sehr nett aus.

Wo versteckst du die Osternestl für deine Kinder?

Am liebsten ist es mir natürlich, wenn es draußen geht. Da sind typische Verstecke Sträucher oder mein Hochbeet. Drinnen lege ich die Nestl manchmal in die Waschmaschine oder ins Backrohr, aber da muss man dran denken, es nicht einzuschalten. Wir haben so ein großes Haus – ich muss die Suche immer einschränken, sonst vergeht den Kleinen irgendwann der Spaß am Suchen.

Christina hat schon ein paar gute Tipps zum Thema Osternestl-verstecken gegeben. Wir haben auch noch ein paar Ideen für kniffelige Osternest-Verstecke auf Lager.

Osternestl verstecken – gewusst wie

Mitten im Blumenbeet, auf einem Baum oder unter einer Hecke – diese Verstecke kennt doch jedes Kind! Wer die Suche für seine Sprösslingen spannender gestalten möchte, kann sich nach ungewöhnlichen Platzerln umschauen.

  • Im Nagetierstall (falls vorhanden): Schon alleine der Anblick vom Osternestl im Hasenstall ist ziemlich niedlich. Aufpassen, dass die Nager das Nest nicht anknabbern können.
  • Schultasche: Kein Kind kommt auf die Idee, sich in den Osterferien auch nur in die Nähe seiner Schultasche zu begeben ;))
  • CD/DVD-Regal: Die vielen CDs und DVDs sind meistens so bunt, dass ein Osternest dazwischen gar nicht so auffällt.
  • Gießkanne: Ein Versteck, das nicht zu unterschätzen ist! Man kann das Nestl entweder dahinter verstecken oder es – wenn das Innere trocken ist – sogar hineinlegen.
  • Garderobe: Je nach Größe des Nestes können Teile davon oder sogar das ganze Nestl in Jackenärmeln oder Mänteln versteckt werden.

Das Auge isst mit: schöne Dekoideen für die Ostertafel

Rührei, Hefezopf, Ostertorte, Haserl aus Germteig: Schon alleine mit den Oster-Leckereien könnte man den Tisch ansprechend dekorieren. Je nach persönlichem Geschmack und Motto gibt es abwechslungsreiche und vielfältige Deko-Möglichkeiten. Farblich passen so ziemlich alle Pastelltöne zu Ostern: gelb, grün und hellblau sind wohl die gängigsten Farbstile.

Wer nicht so viel Wert auf Tamtam und auffallende Accessoires legt, kann sich auf das Natürliche konzentrieren und nach dem Motto „Weniger ist mehr“ dekorieren. Ein paar blühende Zweige und einfärbige, weiße oder beige Tischsets auf der Holzoberfläche reichen völlig, um einen Hauch von Ostern an die Tafel zu bringen.

lyer

Duftende Frühlingsblumen wie Tulpen oder Märzenbecher gehören eigentlich an jede Ostertafel und versprühen neben frischem Duft auch das Gefühl von Frühlingserwachen. Die bunten Ostereier können in kleinen Gefäßen, auf eine Etagere oder klassisch in Eierbechern platziert werden.

Ein kunterbunter Mix aus Osterhasen-Figuren, Küken und vielen unterschiedliche Farben sind nicht jedermanns Sache, aber können mit ein bisschen Gespür eine nette Atmosphäre zaubern. Ziemlich festlich macht sich übrigens die Kombination Schwarz, Weiß und Gold.

Nagellack, Sprenkeln, Metallic-Look: Ostereier färben mal anders

Ostereier in einer Farbe färben kann doch jeder. Wer den Osterschmuck ein bisschen aufpeppen möchte, für den gibt es jede Menge kreative DIY-Techniken. Im Trend liegen übrigens edel aussehende Ostereier und Metallic-Looks, wie Gold und Silber.

  1. Marmortechnik mit Nagellack: Die gewünschten Nagellack-Farben werden in einen mit Wasser gefüllten Behälter (Schüssel, Tasse, etc.) getropft, bis sich ein Film bildet. Im Anschluss mit einem Zahnstocher ein Muster ziehen und das ausgeblasene Ei an der Oberfläche der Flüssigkeit eintauchen und trocknen lassen.
  2. Metallic-Look: Diese Technik sollte nur bei ausgeblasenen Eiern angewendet werden, weil die Sprühfarbe – so cool sie aussieht – meist giftig ist. Die gewünschten Motive werden auf Klebefolie aufgezeichnet und fest auf die Eier geklebt. Der Spray in Gold, Silber oder einer anderen Metallic-Farbe wird aufgesprüht und voila – fertig. Am besten draußen sprühen und gut trocknen lassen!
    Sprenkeln: Sprenkeln eignet sich für gekochte und ausgeblasene Eier. Im ersten Schritt färbt man das Ei mit einer hellen Farbe und lässt alles trocknen. Danach nimmt man mit einer Zahnbürste eine Farbe auf und streift über die Borsten, sodass die Farbspritzer auf das Ei tröpfeln.
  3. Pastell meets Metallic: Mit dieser Pinseltechnik können sowohl gekochte als auch ausgeblasene Eier bemalt werden. Für die unterste Schicht eine Pastellfarbe auswählen, aufmalen und gut trocknen lassen. Die nächste Schicht kann dann Metallic sein – und ein bisschen Glitzer verleiht dem ganzen einen edlen Look.

Fahrt nicht fort, kauf im Ort

Dass der Ostereinkauf relativ üppig ausfällt, brauchen wir euch wohl nicht zu erzählen. In diesem Fall gilt: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Wir empfehlen, regionale Lebensmittel einzukaufen – diese haben im Vergleich zu Importware viele Vorteile. Vom Supermarktbesuch bringt man Unmengen an Plastik nachhause – fast alles ist in Kunststoff verpackt.

Außerdem ist heimische Ware besonders frisch – und das schmeckt man auch. In Salzburg gibt es viele Märkte, Bauernhöfe und Bio-Läden, in denen man den Großteil seines Ostereinkaufes bekommt. Beispiele gefällig?

  • Die Schranne
    Jeden Donnerstag zwischen 05:00 und 13:00 Uhr hält der Schrannenmarkt im Andräviertel Einzug. Auf 190 Marktständen werden regionale Lebensmittel, wie z.B. Gemüse, Obst, Fleisch, Wurst, Aufstriche und Fisch, angeboten.
  • Grünmarkt
    Der Grünmarkt ist täglich von 07:00 bis 19:00 Uhr (außer an Sonn- und Feiertagen) auf dem Universitätsplatz geöffnet. Am Samstag ist er zwischen 06:00 und 15:00 Uhr auch in der Wiener-Philharmoniker-Gasse. Auch hier findet man von Brot über Fleisch, Obst und Gemüse alles, was das Herz begehrt.
  • Frau von Grün
    Die Frau von Grün im Andräviertel vertreibt vor allem Bio und Veganes, aber auch Brot und Milchprodukte – und das meiste unverpackt. Außerdem gibt es eine (Ver)KostBar zum Naschen und Ausprobieren.
  • Baierlgut Wals
    Familie Brötzner verkauft jeden Mittwoch von 13:00 bis 18:00 Uhr und jeden Samstag von 08:00 bis 12:00 Uhr Ab-Hof. Dort bekommt man ganz viel erntefrisches Gemüse, selbstgemachtes Brot und Speck. Je nach Saison werden zusätzlich Fleisch, Eier und Joghurt von heimischen Produzenten angeboten.
  • Der Erentrudishof
    Hier werden von Montag bis Freitag (09:00- 18:30 Uhr) und am Samstag (09:00 – 12:00 Uhr) selbst produzierte Waren wie Getreide, Freiland-Eier oder Heumilch verkauft. Außerdem gibt es Gemüse, Obst, Fleisch, uvm. Ein Milchautomat ist 24 Stunden zugänglich. Hier kann Milch selbst abgezapft werden.

Mit diesen Tipps und Informationen kann beim Osterfest nichts mehr schiefgehen. In diesem Sinne: Gutes Gelingen und ein frohes Osterfest wünschen Christina & und das UNIVERSAL Redaktionsteam!

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich akzeptiere die Datenschutzhinweise.

Dein Kommentar wird verschlüsselt per https an unseren Server geschickt. Du erklärst dich damit einverstanden, dass wir deine Angaben verwenden dürfen. Weitere Informationen und Widerrufshinweise findest du in der Datenschutzerklärung.

Universal Blog
Kochmodus schließen