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Decluttering – Schluss mit dem Sammelwahn!

Der Winter rückt näher und wir freuen uns auf kuschelige Momente in den eigenen vier Wänden. Umso wohler fühlen wir uns, wenn das Zuhause zum Entspannen einlädt und ein behaglicher Rückzugsort ist. Theoretisch ist das auch schön gesagt, doch die Realität gestaltet sich leider oftmals etwas anders.

Wenn schon der erste Schritt durch die Wohnungstür ein verheißungsvoller Vorbote auf meterhohe Stapel Papierkram im Arbeitszimmer, eine unorganisierte Küche, die zugemüllte Garage und den fast berstenden Kleiderschrank darstellt, ist Stress vorprogrammiert. Um diese Stressfaktoren aus dem Weg zu schaffen, Kopf und Lebensraum vom Chaos zu befreien sowie wertvollen Platz wieder zu gewinnen, haben wir Wohncoaches und Stylingexperten nach ihren Tipps und Tricks zum Wohnraum- und Kleiderschrank Ausmisten gefragt.

WOHNRAUM

Wie wichtig ist ein harmonisches und aufgeräumtes Zuhause wirklich und wie sehr belasten angehäufte Besitztümer?

Das ist natürlich individuell unterschiedlich. Je mehr man besitzt, umso mehr Dinge muss man sich kümmern. Zu viele Dinge belasten eher und erdrücken, als dass sie einem eine Freude machen. Man verliert zunehmend den Überblick und hat deshalb das unbestimmte, ungute Gefühl, dass irgendetwas gerade „anbrennen“ könnte. Das hindert einen daran, sich zu entspannen und trägt zu einem schlechten Gewissen bei, weil man weiß, dass man sich eigentlich kümmern sollte. Ein aufgeräumtes und strukturiertes Zuhause hilft außerdem dabei, den Alltag schneller und leichter zu bewältigen. Man weiß, was man wo hat und kann Dinge dadurch schneller und routinierter erledigen. Das schafft wiederum Zeit für die schönen Momente im Leben.

Wiebke Unger-Siemon

Vor allem in lebensverändernden Situationen (Umzug, neuer Job, Beziehungsstatus, neue Ziele u. ä.) ist ein harmonisches und aufgeräumtes Zuhause besonders wichtig. Es gibt da eine, meiner Meinung nach sehr stimmige Lebensweisheit, die besagt „Wie im Innen, so im Außen.“ (und umgekehrt). Gerade wenn man Veränderungen durchlebt, benötigt man Ruhe und Klarheit, um Entscheidungen treffen zu können. Da passiert es dann oft, dass ausgediente Besitztümer oder ein Zuviel an angehäuften Gegenständen plötzlich als belastend empfunden werden. Einfach deshalb, weil man auch innerlich Ausgedientes loslassen muss oder möchte und Ruhe braucht. Um nun für sich Klarheit schaffen zu können, ist es somit sehr wichtig, sich zu ordnen. Dies geschieht innerlich, aber automatisch auch im Außen.

Sabine Regina Glatz

Wie schaffe ich es, überflüssigen Ballast in meinem privaten Wohnraum zu identifizieren und mich davon zu lösen? Und was ist die effektivste Vorgehensweise?

Wichtig ist, dass man sich Zeit fürs Aussortieren nimmt. Also nicht nur ein paar Stunden, sondern am besten plant man gleich ein ganzes Wochenende ein. Am besten man beginnt bei einem Raum, einem Schrank und nicht an mehreren Stellen gleichzeitig. Dann gilt es, Platz im Raum zu schaffen für 3 Stapel – 1 „das bleibt“, 2 „weiß nicht“ und 3 „das kommt weg“. Bei der Identifikation von Überflüssigem kann man sich mit einer Formel behelfen: Wurde ein Gegenstand über 2 Jahre nicht ein einziges Mal verwendet/wahrgenommen, dann wird er zu 99% auch in den folgenden Jahren nicht verwendet werden und kann getrost auf den Stapel „das kommt weg“ gehen (außer es handelt sich dabei um Utensilien, die man wirklich nur alle paar Jahre einmal braucht – wie z.B. Malerutensilien, Bohrmaschine und Co.). Auch bei Dingen, die man doppelt und dreifach besitzt und daher nie benutzt, sollte sich die Frage gestellt werden, ob es nicht besser wäre, jene zu verkaufen oder zu verschenken. Alles, wo Unsicherheit besteht, kommt vorerst einmal auf den mittleren Stapel und durchläuft einen zweiten „Durchgang“. Dinge, mit denen Erinnerungen verbunden werden, welche durchwegs Traurigkeit und Wehmut erzeugen, dürfen sich verabschieden. Oberste Priorität sollte sein: was sich gut anfühlt, was man wirklich braucht und was das Leben versüßt bleibt. Alles andere darf gehen.

Sabine Regina Glatz

Die größten Stolpersteine sind Geschenke oder geerbte Erinnerungsstücke. Aufräumen ist ein Prozess und es ist spannend zu bemerken, woher das aktuelle Verhalten kommt. Ich hatte mal eine Kundin, deren Mutter hatte ihr, während sie in der Schule war, Spielsachen weggeworfen. Als Erwachsene ist sie förmlich zur Sammlerin mutiert und hat jedes klitzekleine Dingelchen, was ihren Kindern gehörte, aufbewahrt. Mehr Platz ist entgegen landläufiger Meinung definitiv nicht die Lösung, im Gegenteil. Es gilt, ehrlich mit sich zu sein, realistische Einheiten zu bilden, um sich nicht zu überfordern. Unterstützung aus der Verwandtschaft ist oft lieb gemeint, doch nicht immer zielführend, wenn zwei Menschen sich ans Ordnung machen wagen, die emotional verstrickt sind mit den Gegenständen. Oder einer ist ein radikaler Entsorger und der andere fühlt sich davon (zu Recht) bedroht. Es geht nicht darum, möglichst viel wegzuwerfen, es geht darum eine für sich stimmige Entscheidung für oder gegen etwas zu fällen. Und den verbleibenden Stücken einen würdigen Platz zu geben.

Mylène Alt

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 Wie finde ich Motivation und Inspiration für das Decluttering?

Ganz wichtig ist es, ein Ziel vor Augen zu haben. Möchte ich endlich keine Panikattacken mehr bekommen, wenn sich Besuch ankündigt? Möchte ich mich einfach nur wohl und behaglich fühlen, wenn ich in meine vier Wände komme? Wie stelle ich mir meine Wohnung optimaler Weise vor? Wenn man da ein klares Bild gezeichnet hat, dann macht man sich auch motiviert auf den Weg. Der Anfang ist dabei das Schwierigste. Oft steht man zu Beginn vor einem großen Berg und weiß nicht, wie und wo man anfangen soll. Hier hilft es systematisch vorzugehen und das Decluttering in viele kleine Aufgaben einzuteilen. Zusätzlich hilft es, wenn man die Dinge, von denen man sich trennt, nicht wegschmeißt, sondern sie noch verkauft oder verschenkt. Wenn man anderen damit noch eine Freude machen oder durch Spende an ein Sozialprojekt Gutes tun kann, motiviert es umso mehr, sich von Dingen zu lösen.

Wiebke Unger-Siemon

Die meisten Menschen scheitern an ihrem Perfektionismus, so erstaunlich sich das anhört. Sie tappen in die „wenn ich mal genug Zeit habe-Falle“ und sofern der Moment tatsächlich einmal kommt, überfordern sie sich, in dem sie sich zu viel vornehmen. Wenn schon aufräumen, dann richtig, will heißen, am liebsten die ganze Wohnung oder gar das ganze Haus am Stück. Das ist zwar löblich und doch unrealistisch. Was jahre- oder jahrzehntelang gehortet und gesammelt wurde, verschwindet nicht auf Knopfdruck. Also schön easy, kleine Einheiten bilden (1 Zimmer als Maximum, 1 Schrank, 1 Schublade oder sich einen Timer stellen für 30/60/90 Minuten und dann eine Pause einlegen oder einen Stopp. Lieber mehrmals ein kleines Stück bewältigen, als überhaupt nicht beginnen.

Mylène Alt

Wie schaffe ich es, die neu gewonnene Ordnung beizubehalten?

Die größte Motivation ist das einmalige Gefühl, sein Leben im Griff zu haben. Wer möchte das je wieder missen? Je klarer ist, was wohin gehört, desto einfacher klappt’s. Falls es doch nicht ganz klappen will, einfach mal einen Ort (z.B. den Esszimmertisch) als Übungsterrain definieren, der frei bleiben soll – mit Instruktion an die Mitbewohner jeden Alters, wohin die Sachen nach Gebrauch zu versorgen sind. Damit das Zuhause diesen Namen auch verdient.

Mylène Alt

Ein ganz wichtiger Schritt ist die Veränderung des Einkaufsverhaltens, was sich aber oft im Laufe des Prozesses von ganz allein einstellt. Wer einmal sehr grundsätzlich ausgemistet hat und sich seine neue „Freiheit“ mühsam erkämpft hat, der überlegt sehr gut, was er überhaupt noch wieder in seine Wohnung lässt. Meine Kunden stellen sich dann immer häufiger und grundsätzlicher die Frage „Brauche ich das wirklich?“. So werden überflüssige Spontankäufe minimiert. Außerdem hat man ja einen guten Überblick, was man zuhause hat. Dadurch verhindert man Verlegenheitskäufe, die man nur tätigt, wenn man unsicher ist, ob Nachschub notwendig wäre.

Wiebke Unger-Siemon

Umgekehrt betrachtet: Schafft man es nicht, die neu gewonnene Ordnung beizubehalten, so entspricht das gewählte Ordnungssystem nicht der eigenen Persönlichkeit, den Gewohnheiten und Wünschen. Wenn das Neue nämlich zu einem passt, hat man automatisch sogar Spaß daran, es aufrechtzuerhalten. Am besten man betrachtet das Ganze nicht als neue Ordnung, sondern als neu gewonnene Harmonie. Harmonie beinhaltet nämlich nicht nur weggeräumte, sortierte Utensilien sondern auch frei herumliegende. Aus diesem Grund sollte man also ein System für die Dinge wählen, die man nicht ständig vor Augen hat, aber leicht auffinden möchte. Und für die Dinge, die man gerne sichtbar um sich haben möchte, schafft man die entsprechende „Bühne“. Die eigenen Wohnräume sollen ja schließlich nicht nach allgemeinen Kriterien aufgeräumt und „klinisch sauber“, sondern vielmehr individuell, wohnlich und gemütlich wirken.

Sabine Regina Glatz

KLEIDERSCHRANK

 

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„Lieber wenige gute, hochwertige Kleider im Schrank als viele minderwertige Stücke.“

Wie gehe ich am strukturiertesten und effektivsten beim Kleiderschrank Ausmisten vor? Und wie entscheide ich, welche Teile auf jeden Fall aussortiert gehören und welche sich noch lohnen aufzuheben?

Am besten ist es man plant das Ausmisten des Kleiderkastens an einem freien Tag. Man könnte daraus auch ein kleines Event machen, zu dem Freundinnen eingeladen werden und man sich gegenseitig beim Ausmisten hilft. Im Anschluss kann eine Tauschbörse veranstaltet werden. Kleidungsstücke die ausgewaschen und fusselig sind oder Flecken und Löcher haben und nicht mehr reparierbar sind gehören auf jeden Fall ausgemustert. Besitzt man Kleidungsstücke die 2 Nummern zu klein oder zu groß sind und/oder in den letzten 6 Monaten nicht ein einziges Mal getragen wurden – bitte weg damit. Die ausgemusterten Teile sollten sofort aus der Wohnung gebracht werden, denn sonst kommt man in Versuchung und fischt sich in den nächsten Tagen doch noch was heraus. Sollte es einige Stücke geben, welche man glaubt ab heute wieder zu tragen, empfehle ich auf einen Kleiderbügel und diesen verkehrt in den Kleiderkasten (der Hacken zeigt in die entgegengesetzte Richtung) zu hängen oder man eröffnet einen separaten Stapel. Sollten diese Teile in den nächsten 2 Monaten nicht getragen werden – weg damit!

Kristina Radon

Wie beim Essen sind auch beim Ausmisten des Kleiderschranks zu große Portionen nicht bekömmlich. Deshalb empfehle ich das Entrümpeln in Bereiche einzuteilen. Etwa zuerst die Hosen, dann die Jacken und so weiter. So bewahrt man leichter den Überblick und wird nicht vom Durcheinander der verschiedenen Kleidungsstücke erschlagen.

Alle Teile, die zerschlissen oder fadenscheinig sind, gehören entfernt. Trendteile, denen man die Jahreszahl ansieht, sprich, die in einer früheren Saison total angesagt waren und jetzt aus der Mode sind, sollten auch ausgemistet werden. Zwar sagt man, dass jeder Trend einmal wiederkommt, was jedoch nie genau in gleicher Form passiert. Aufheben sollte man immer zeitlose klassische Teile, wie beispielsweise weiße Hemden oder Blusen, da Sie universell einsetzbar sind und immer passen. Auch sollte man alle qualitativ hochwertigen Stücke immer aufheben. Etwa einen Kaschmirpullover zu entsorgen kommt einer Todsünde gleich. Generell gilt: „Lieber wenige gute, hochwertige Kleider im Schrank als viele minderwertige Stücke.“

Martin Gartner

Erfahrungsgemäß fährt man mit folgenden 5 Schritten sehr gut:

  1.  Alles ausräumen und auf den Boden oder aufs Bett legen.
  2. Schubladen auswischen und die Regalböden abstauben, Kleiderstange und Kleiderbügel ebenfalls.
  3. Was nicht in den Kleiderschrank gehört fliegt raus, und findet einen neuen Aufbewahrungsort.  Dazu gehören zum Beispiel: Fotokisten, Briefe, Geschenkpapier und -bänder, Bücher, Zeitschriften etc.
  4. Dann wird gesichtet und sortiert.
  5. Zu guter Letzt wird neu geordnet:

In Schubladen: Es ist wichtig einen separaten Bereich für Schmuck und (Hand-)Taschen zu schaffen. Das dient der Übersichtlichkeit und Ordnung. Unterwäsche kann gerollt oder zusammengelegt werden. BHs liegen separat mit genug Platz für die Körbchen (bitte nicht die Körbchen umdrehen). Socken, Strümpfe Strumpfhosen und Stay Ups ebenfalls gerollt oder ineinander gestülpt, immer paarweise. Nylons gerne in durchsichtigen Plastikbeuteln, damit es intakt bleibt und keine Fäden zieht, aus denen Laufmaschen werden. Schals und Tücher zusammengelegt oder gerollt, auf jeden Fall von oben zu sehen. Gürtel auf jeden Fall aufgerollt, zum Beispiel in schönen Schuhkartons.
An der Stange: Hosen, Röcke, Kleider, Anzüge, Kostüme, Hemden und Blusen, farblich oder nach Art sortiert.
Auf Regalböden: T-Shirts, Tops, Pullover, Strickjacken und Sweater (schwere Materialien kommen nach unten, leichte obendrauf). Nicht zu hoch stapeln.

Frau Maier

Warum fällt es uns so schwer, sich von Teilen zu trennen?

Meist sind die Gründe banal aber nachvollziehbar. Oft hat man alte Sachen mit der Zeit lieb gewonnen und möchte diese, obwohl sie bereits zerschlissen oder aus der Mode sind, nicht weg geben. Ein weiterer Grund ist, dass viele Menschen Dinge im Schrank haben, die kaum getragen werden, aber doch behalten werden, weil man der Meinung ist, sie noch irgendwann einmal brauchen zu können. Das ist aber in der Regel nicht der Fall. Zu guter Letzt ist es die Tatsache, dass man für so manches Kleidungsstück, das man besser entsorgen sollte, einst eine erhebliche Summe aufgebracht hat. Auch wenn dann diese Sachen nicht mehr angezogen werden, sind sie einem zu schade für die Altkleidersammlung, obgleich man selbst genau weiß, dass gewisse Kleidungsstücke, die man im Schrank bunkert genau dort hin gehören.

Martin Gartner

Wir sind (Ur-Enkel-) Kinder einer Kriegsgeneration. Kleidung war noch vor 70 Jahren nicht in Hülle und Fülle vorhanden. Diese Denkmuster haben unsere Vorfahren teils weitergegeben, oft unbewusst. Die Zeiten haben sich glücklicherweise geändert. Heutzutage erleben wir in unseren Gefilden keinen Mangel, wir leben in Fülle und stellen uns heutzutage eher die Frage: Wie viel WILL ich konsumieren? Sobald die kaputten, alten, nicht mehr passenden Sachen weg sind. Ganz einfach. Unser Kleiderschrank ist da um uns Spaß zu machen und unsere Sachen übersichtlich aufzubewahren. Das ist seine Aufgabe.

Frau Maier

Meist ist das Ausmustern kein angenehmer Schritt, da es ein Trennungsgefühl in uns auslöst. Aber eines ist sicher, DANACH fühlt man sich befreit und erleichtert. Kleidungsstücke und Accessoires erinnern uns an gewisse Lebensabschnitte, Situationen und Personen. Man sollte sich die Fragen stellen: Bin ich das noch? Passt das zu meinem Stil? Trage ich das Teil noch? Hat sich meine Figur verändert? Es ist nicht angenehm, Teile aus seinem früheren Leben auszumustern, aber die Erinnerung bleibt trotzdem und kann nicht genommen werden. Mit den ausgemusterten Teilen kann wiederum Menschen geholfen werden, die auf gespendete Kleidung & Co angewiesen sind – also ausmustern und anderen Freude bereiten! Oder man macht sich auf zum Flohmarkt und verkauft die ausgemusterten Teile.

Kristina Radon

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 Wie schütze ich mich vor Frust- und Impulskäufen, die erneut zur Anhäufung von Kleidung führen?

Frust- und Impulskäufe passieren in aller Regel nur, wenn wir unseren eigenen Stil nicht kennen. Dann sieht man hier was, da was und endet dann mit einen Schrank voll nichts anzuziehen, weil nichts zueinander passt und aus vielen Teilen nur wenige Kombinationen entstehen können. Idealerweise setzt sich der Kleiderschrank aus Stücken zusammen, die vielfältig miteinander kombiniert werden können. Es braucht nicht viel, nur das Richtige. Mein bester Tipp um Fehlinvestitionen zu vermeiden und Frust- und Impulskäufe Geschichte sein zu lassen ist: Entdecke und finde Deinen eigenen Stil. Heutzutage entsteht oft der Eindruck, dass der persönliche Stil in Modemagazinen zu finden sei. Das ist ein Trugschluss.

Frau Maier

Die oberste Maxime beim Kleidungskauf lautet: „Gehe niemals einkaufen, wenn Du gestresst oder aufgewühlt bist.“ Auch rate ich dazu niemals in der ersten Woche eines Monats einkaufen zu gehen. Gerade am Monatsanfang verleitet das noch gefüllte Konto unbewusst dazu mehr zu kaufen als einem lieb ist. Besonders gefährlich sind natürlich Schlussverkäufe. Hier werden von vielen Menschen Teile gekauft, die nur deshalb erstanden werden, weil der Preis attraktiv ist. Man sollte im Schlussverkauf nur dann zuschlagen wenn man auch bereit gewesen wäre für dieses Stück den regulären Preis zu zahlen. Dann und nur dann kann man von einem Schnäppchen sprechen.

Martin Gartner

Man sollten ganz genau abwägen, WARUM gehe ich jetzt einkaufen. „Brauche“ ich dieses Teil? Hat man das Gefühl sich belohnen zu müssen? Geht es einem gerade nicht gut und möchte man sich was etwas gönnen? Antwortet man mit „Ja“? Dann sollte man ganz gezielt Kaufhäuser, Boutiquen und Online-Shops meiden, ansonsten ist ein Frustkauf vorprogrammiert. Man tut sich damit auch nichts Gutes – denn dieser Frustkauf entpuppt sich oftmals als Fehlkauf und frustriert hinterher nur noch mehr. Stattdessen könnte man eine Spende an eine wohltätige Organisation leisten. So hilft man sich und einer anderen Person, außerdem ist es keine Verschwendung an ein X-beliebiges unnützes Teil, welches ziemlich sicher niemals getragen wird.

Kristina Radon

Und wie halte ich die Ordnung?

Mit zwei ganz einfachen Maßnahmen:

  1. Regelmäßiges aussortieren. Was kaputt ist oder irgendwann einfach abgetragen aussieht direkt entsorgen.
  2. Die neue Ordnung einhalten. Es macht nämlich gleich viel Arbeit ein Top gleich dort hin zu legen wo es auch hingehört.

Die Ordnung jeden Tag zu erleben: Sensationell! Zu wissen was der Kleiderschrank alles beherbergt: Klasse! Jeden Tag mit Leichtigkeit neue Kombinationsmöglichkeiten übersichtlich präsentiert zu bekommen: Unbezahlbar!

Frau Maier

Wenn mal Ordnung herrscht dann sind die meisten bemüht, nicht wieder so schnell ein Chaos entstehen zu lassen. Wichtig ist es schon beim Wäsche abhängen und zusammenlegen diese zu sortieren. Langarm zu langarm, kurzarm zu kurzarm, etc. dann geht das einsortieren in den Kasten ganz schnell. Weiteres sollte man sich einen sogenannten „Kleider-Diener“ zulegen – hier können gewissen Teile abgelegt werden, die nicht sofort in die Wäsche müssen. So vermeidet man Wäscheberge auf Sesseln, Betten und Boden. Außerdem ist es praktisch sich in der Nähe des Wäschekorbes umzuziehen, so landet die Schmutzwäsche auch sofort dort wo sie hinsoll. Genial finde ich 3er-Wäschekörbe, hier können Sie direkt bunte, schwarze und weiße Wäsche vorsortieren und so wieder Zeit sparen.

Kristina Radon

Ordnung im Kleiderschrank ist eine ebenso wichtige wie auch individuelle Sache. Die einen sortieren ihre Kleidung nach Farben, andere nach der Jahreszeit ihres Gebrauchs oder anderen Kriterien. Ich persönlich sortiere meine Kleidung nach Kombinations- und Einsatzmöglichkeiten. Dadurch weiß ich immer, welche Teile tatsächlich fehlen und laufe nicht Gefahr, ein Kleidungsstück zu kaufen, welches ich dann selten trage oder nicht einsetzen kann.

Wer strukturiert seine Garderobe plant und dabei noch zusätzlich Ordnung in seinem Kleiderschrank hält, der braucht auf Dauer nur einzelne Teile neu anschaffen bzw. austauschen. Das spart Zeit und Geld und verringert das Risiko stilistisch daneben zu greifen erheblich.

Martin Gartner

Unsere Experten:

 

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Wohnraumcoach Dipl. Ing. Sabine Regina Glatz

Dipl. Ing. Sabine Regina Glatz (Inhaberin der Firma behomeing SRGlatz e.U.) unterstützt als Aufräumcoach beim Aussortieren und neu Gestalten sowie als „CoPilot“ beim Kreieren des idealen Grundrisses (Neu-/Umbau) mit Coaching, Fachwissen und Planung. www.behomeing.at

 

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Ordnungscoach Wiebke Unger-Siemon

Ordnungscoach Wiebke Unger unterstützt seit 5 Jahren mit viel Einfühlungsvermögen, Fachkompetenz und Elan bei persönlichen Ordnungsprojekten im Raum Hamburg, egal ob Papierkram, Kleiderschrank oder die ganze Wohnung. www.ordnungsglück.de

 

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Aufräumcoach Mylène Alt

Mylène Alt, seit 2009 Inhaberin der Firma BüroProjekt in Herisau/AR (Schweiz), ist Arbeitsplatz- und Aufräumcoach sowie Coach für The Work of Byron Katie. Sie besucht ihre Kunden in der ganzen Schweiz vor Ort und ist via Skype grenzenlos buchbar. aufraeumen.wordpress.com

 

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Stilberaterin FRAU MAIER

FRAU MAIER sorgt dafür, dass ihre Kunden gut aussehen, selbst- und stilsicher werden. Als Stilberaterin – auch bekannt aus Radio und TV – ist sie Design-Detektivin, Frau für alle Farben-Fälle und As im Ärmel jedes Kleiderschranks. Sie unterstützt ihre Kunden dabei, gut auszusehen, online und live vor Ort. www.moderne-stilberatung.de

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Stilberaterin Kristina Radon

Als Stilberaterin in Wien erarbeitet Kristina Radon für ihre Kunden persönliche Stil- und Farbtypen und zeigt welche Schnitte & Längen entsprechend der jeweiligen Körperform passend sind. Außerdem berät sie wie Problemzonen ganz leicht kaschiert und zukünftige Fehlkäufe vermieden werden können. www.bykristina.at

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Stilberater Martin Gartner:

Martin Gartner ist Gründer und Mitinhaber von stilerei.com. Stilerei berät Firmen und Geschäftsleute bei Fragen der Business Etikette, des Auftretens von Verkaufspersonal sowie der richtigen Business Garderobe.

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    • 15. März 2018
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    Wunderbarer und ausführlicher Beitrag über das Chaos im Wohnalltag. Mein Freund Jorn und ich sind erst umgezogen und verfolgen genau das Prinzip! Es wird nichts unnötiges angeschafft, Möbelstücke werden mit Bedacht ausgewählt. Dabei lassen wir uns auch sehr viel Zeit. Beim Kleiderschrankeinräumen wurden dann mehrere Teile, die man schon Ewigkeiten nicht mehr getragen hat, aussortiert. Und dieses Prinzip hab ich auch auf die Garage verlegt. Ja auch ein Raum, dne man nicht vernachlässigen sollte. Meine Devise lautet: Je weniger desto besser. Wenn es wenig ist, darf es ruhig auch hochwertig sein. Zum Geburtstag hat er dann von meinen Eltern ein Ordnungssystem, als Werkzeugkoffer, geschenkt bekommen: https://www.sortimo.de/unsere-produkte-fahrzeugausstattung-mehr-sortimo/koffer-boxxen/ Ich kann garnicht sagen, wie glücklich wir damit sind, ohne Quatsch! Ich interessiere mich eigentlich garnicht so für Werkzeugkram, aber nachdem wir ja das ganze Prinzip, so wie wir Leben möchten, auf unsere komplette Doppelhaushälfte übertragen haben, durfte die Garage keinenfalls fehlen. Auch wenn das die meisten hier bestimmt nicht nachvollziehn können, wir stehen dahinter! 🙂

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