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Schulstart-Special: Bunte Schultüten und Tipps zum Schulbeginn

Bald ist es wieder soweit und für hunderte Schulanfänger beginnt mit der Einschulung der Ernst des Lebens. Um diesen Tag noch unvergesslicher zu machen, schmücken bunte Schultüten an diesem Tag die Schulhöfe. Egal ob passend zur Schultasche, den eigenen Hobbies oder in den Lieblingsfarben – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wenn ihr noch auf der Suche nach der passenden Schultüte für eure Kleinen seid, haben wir hier zwei tolle Varianten zum Selbermachen.

Anleitung mit Rohling – die schnelle Variante

Material

  • Tacker
  • Heißkleber
  • Ein Schultütenrohling
  • Krepppapier oder Bastelfilz
    (50 cm x 200 cm)
  • Blauer Tonkarton
  • Weißer Tonkarton
  • Selbstklebende Dekoration,
    z.B. Glitzersterne
  • Malvorlagen
  • Geschenkband
Schultüte mit Rohling

Und so geht’s

  1. Das 50 cm hohe Krepp auf einer Länge von ca. 2 Metern mit Hilfe von ca. 10 Tackernadeln auf etwa 1m Länge einseitig raffen. So passt sie sich hinterher besser an die konische Form des Schultüten-Rohlings an.
  2. Nun die Manschette mit Heißkleber in den ungefalteten Schultüten-Rohling kleben.
  3. Die Schultüte entlang der vorgegebenen Kanten falten und mit Heißkleber fixieren.
  4. Die Malvorlagen, wie beispielsweise Pferde, auf weißem Tonkarton ausdrucken, ausschneiden und mit Heißkleber auf der gefalteten Schultüte anbringen.
  5. Wolken aus blauem Tonkarton ausschneiden.
  6. Weitere selbstklebende Dekoration, wie Glitzersterne, anbringen.
  7. Die Manschette nach dem Befüllen vorsichtig zusammennehmen und locker mit einem passenden Geschenkband zubinden.
PamelaMerten

Kreativ, rosa und mädchenhaft – Auf ihrem Blog pamelopee schreibt Pamela mit viel Liebe und Kreativität tolle Blogposts zu den Themen DIY, Nähen und Rezepte.

http://www.pamelopee.de/


Anleitung ohne Rohling – für Alles-Selber-Macher

Material

  • Ein großes Stück Pappe (am besten DIN A3)
  • farblich passendes Krepppapier
  • Tonkarton zum Verzieren
  • Geschenkband
  • Einen Stift
  • Ein Band
  • Eine Schere
  • Ein Cutter-Messer
  • Doppelseitiges Klebeband
Schultüte ohne Rohling

Und so geht’s

Material bereitlegen
Schultüte vorzeichnen
Tüte zusammenkleben
Mit Krepppapier einen Verschluss formen
Dekorieren
  1. Das Stück Pappe (mit der Rückseite nach oben) auf einem ebenen Untergrund auslegen.
  2. Den Stift an das Band knoten, das Band hat die gleiche Länge wie die kurze Seite der Pappe. So kann der Stift wie ein Zirkel genutzt werden.
  3. An einer Ecke der kurzen Seite ansetzen und von der gegenüberliegenden aus ein „Tortenstück“ zeichnen.
  4. Dieses entlang der gezogenen Linie ausschneiden.
  5. Farblich passendes Krepppapier zuschneiden. Damit es in Falten gelegt werden kann, dieses auf ca. 2 Meter zuschneiden.
  6. Die spätere Außenseite der Manschette auf die Außenseite der Schultüte legen und so in Falten legen und festtackern. Durch diese Technik verdeckt man die Tackernadeln.
  7. Die Kreppmanschette vorsichtig umkrempeln.
  8. Nun kann die Schultüte nach Lust und Laune verziert werden. Man kann beispielsweise den Namen aufkleben oder noch etwas anhängen oder drauf kleben, wie einen mit dem Cutter-Messer ausgeschnittenen Schmetterling.
  9. Die Schultüte mit Geschenken und Nützlichem befüllen und die Manschette mit passendem Geschenkband zuschnüren.
JulianeKoch

Juliane ist zweifache Mutter und näht für ihr Leben gern. Ihre Werke kann man auf ihrer Website „Für die kleinen Herzen“ bestaunen. Auf ihrem Blog finden sich zudem allerlei DIY-Ideen und kreative Ideen wieder.

http://www.fuer-die-kleinen-herzen.de/blog/


Doch was, wenn der Schulstart nicht reibungslos verläuft?

Mit der Einschulung beginnt für das Kind eine neue Lebensphase, die mit einer großen Umstellung verbunden ist. In der Schule ist für die Kleinen zunächst einmal alles neu und unbekannt – die Mitschüler und Lehrer, der Tagesablauf und auch die Anforderungen und Regeln ändern sich im Vergleich zur Kindergartenzeit. Diese Veränderungen verunsichern viele Kinder und machen ihnen Angst. Wie ihr euren Kleinen ein positives Gefühl für den Schulstart vermittelt und ihnen die Angst nehmen könnt, verrät Psychotherapeutin Mag. Anja Gutmann.

Was kann ich meinem Kind zum Schulstart mit auf den Weg geben, um die Angst zu mindern?

Wir, als liebende Eltern, wollen alle, dass es unseren Kindern gut geht. Was unsere Kinder glücklich macht, ist sehr individuell. Ebenso, was ihnen Angst macht. Daher ist es ratsam, zunächst mit dem eigenen Kind zu sprechen, um in Erfahrung zu bringen, wo möglicherweise Unsicherheiten und Ängste verborgen sind, um gezielt gegenzusteuern.

Generell ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass Schule Spaß machen kann. Beim Schulbesuch geht es nicht nur darum, Leistung zu erbringen, sondern das Soziale Lernen ist ebenso ein wichtiger Bestandteil. Kindern sollte vermittelt werden, dass es auch darum geht, Freundschaften zu knüpfen und interessante Erfahrungen zu machen. Die eigenen Bücher selbst lesen zu können, kann oftmals ein guter Anreiz sein. Auch schöne und lustige Geschichten aus dem eigenen „Schülerleben“ können Kinder motivieren. Ein neuer, liebevoll gestalteter Arbeits- und Lernplatz sowie fröhliche, bunte Schulutensilien können Kindern helfen, Freude auf und an der Schule zu entwickeln.

Auf der anderen Seite sollte Kindern aber auch vermittelt werden, dass sich nicht alles verändert. Man kann sie beruhigen, dass sie beispielsweise noch immer eine Gute Nacht Geschichte vorgelesen bekommen, auch wenn sie vielleicht schon selbst lesen können. Den neuen Schulweg gemeinsam zu entdecken und „einzulernen“, kann Sicherheit geben. Vielleicht gehen ja auch einige Kindergartenfreunde mit in die Schule. Dies kann die erste Zeit deutlich einfacher gestalten. Wir gehen meist ja auch lieber zu einer Fortbildungsveranstaltung, wenn eine nette Kollegin oder ein netter Kollege mit dabei ist, als wenn wir alleine hin gehen müssen.

Leistungsdruck raus – Freude und Neugierde rein!

Was kann ich tun, wenn mein Kind partout nicht in die Schule gehen möchte?

Zunächst muss in Erfahrung gebracht werden, warum mein Kind nicht in die Schule gehen möchte. Geht es um Trennungsängste oder hat das Kind in Kindergarten oder Schule unangenehme Erfahrungen gemacht? Gibt es Probleme mit Lehrern oder Mitschülern? Fühlt es sich über- oder auch unterfordert? Hat es Angst vor Veränderung? So vielfältig wie die Gründe für Schulverweigerung sein können, so vielfältig sind auch die Empfehlungen um gegenzusteuern. Um das richtige Vorgehen in der jeweiligen Situation wählen zu können, ist es dementsprechend unerlässlich, die Gründe für die Verweigerung herauszufinden. Letztlich geht es jedoch in allen Fällen darum, dem Kind ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Sicherheit, dass Schule ein wohlwollender Ort ist, Sicherheit, dass die Eltern nach der Schule noch immer wohlbehalten auf sie warten oder Sicherheit, dass es auch in der Schule eine vertrauensvolle Ansprechperson gibt. Bleiben die Ängste jedoch bestehen, kann es ratsam sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die Freude an der Schule wieder herzustellen.

Warum ist der Schritt vom Kindergarten in die Schule für Eltern so eine emotionale Umstellung?

Für viele Eltern bedeutet der Schulstart den Eintritt in die Leistungsgesellschaft. Schule wird oftmals mit Begriffen wie Lerndruck, Noten und Leistung verbunden. Während der Kindergarten als Betreuungseinrichtung angesehen wird, in der das Wohlbefinden der Schützlinge im Vordergrund steht, scheint mit dem Schuleintritt „der Ernst des Lebens“ zu beginnen.
Auch die fix geregelten Unterrichtszeiten sowie der beginnende Rhythmus von Schule – Hausaufgaben – Lernen und Spielen bedeutet häufig eine große Umstellung für die gesamte Familie. Vom eigenen Kind wird nun ein gewisses Maß an Selbständigkeit gefordert. Das bedeutet im Gegenzug, dass der Schulbesuch auch mit einem „Loslassen“ von Seiten der Eltern verbunden wird.

Daher ist es in dieser Phase der Veränderung normal, dass damit verbundene Ängste und Sorgen auftauchen. Ebenso wichtig ist es jedoch, Schule als einen Ort zu sehen, an dem die Interessen geschärft, Freundschaften geknüpft und spannende Erfahrungen gemacht werden können. Kinder lernen, eigenständig zu sein und sich eine eigene Meinung zu bilden. Sie werden mit allen Sinnen angeregt und können Talente entfalten.
Daher ist die Wahl der richtigen Schule für das eigene Kind eine sehr wichtige. Soll mein Kind in einer Regelschule oder in einem alternativen Schulangebot unterrichtet werden. Soll es in eine öffentliche oder private Schule? Je eher das Angebot dem Wesen des Kindes und den Vorstellungen der Eltern entspricht, umso eher können sich Sorgen und Unsicherheiten auflösen.

AnjaGutmann
In ihrer Psychotherapeutischen Praxis in Graz berät Mag. Anja Gutmann seit 2008 Menschen in vielerlei Situationen. Ihre Methoden reichen von klassischer Psychotherapie, über Bauchflüstern bis hin zu Brainspotting.
http://www.psychotherapie-gutmann.at/

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