Waschmaschine reinigen: Darauf kommt es an!

Die Waschmaschine ist eines jener Haushaltsgeräte, auf die in den meisten Haushalten nur ungern verzichtet wird. Sie gehört genauso zum Standardinventar des Eigenheims wie der Kühlschrank oder ein Herd. Besonders offensichtlich wird das, wenn die Waschmaschine einmal ihren Dienst verweigert. Schnell sammelt sich die Wäsche und bald schon scheint es, als wären die Wäscheberge nicht mehr zu bewältigen.

Damit es gar nicht so weit kommt, sollte auch der Waschmaschine eine regelmäßige Wartung und Pflege zukommen. Insbesondere das Reinigen der Waschmaschine wird dabei oft vernachlässigt. Trotzdem soll das Gerät täglich für saubere und gut riechende Wäsche sorgen. Schnell ist klar, dass dies nur funktionieren kann, wenn der Waschmaschine neben einigen wenigen Handgriffen zur Wartung auch eine regelmäßige Reinigung zu Gute kommt.

Schmutz in der Waschmaschine? Hier versteckt er sich!

Dass Haushaltsgeräte wie die Waschmaschine und der Geschirrspüler bei der täglichen Arbeit gar nicht erst schmutzig werden, wäre wünschenswert. Aber der Realität entspricht das leider nicht. Denn auch wenn die Trommel selbst eigentlich immer vor Sauberkeit nur so strahlt, sammelt sich sowohl im Bottich, den Abflussschläuchen, der Türdichtung wie auch dem Waschmittelbehälter so einiges an Schmutz. Doch um welchen Schmutz handelt es sich dabei? Schmutz ist hier vielleicht das falsche Wort. Vielmehr geht es dabei um Kalk, Spülmittel, Kleidungsrückstände, Bakterien und (Schimmel-)Pilze. Jetzt wird deutlich, warum es so wichtig ist, die Waschmaschine zu reinigen.

Die Waschmaschine, Standart im Haushalt

Wohlfühlklima Waschmaschine: Der ideale Nährboden für Keime

Moderne Waschmittel und empfindliche Kleidung machen es möglich – besser gesagt notwendig –, die Wäsche mit extrem niedriger Temperatur zu waschen. So haben energiesparende Pflegeprogramme mit einer Temperatur von 20° oder 30° die früher üblichen 40°- und 60°-Programme weitestgehend abgelöst. Heute wird nur noch selten die Wäsche mit 60° und mehr gewaschen. Die niedrigen Temperaturen begünstigen aber die Bildung eines dünnen Belages, bestehend aus Spülmittel, Kleidungsresten und Keimen, an Türdichtungen, Bottich und Co. Bleibt die Tür der Waschmaschine dann nach dem Waschgang auch noch geschlossen, ist das feuchtwarme Klima ein idealer Nährboden für Keime und Pilze aller Art. Professionisten sprechen dann von einem Biofilm. Das Resultat ist, dass die Waschmaschine riecht und zwar äußerst unangenehm. Die Ausprägung reicht dabei von modrig bis faulig. Und erst wenn das passiert – wenn also die Waschmaschine stinkt – wird den meisten klar, dass es nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig ist, seine Waschmaschine zu reinigen. Doch ist es dann nicht schon zu spät?

Warum die Waschmaschine stinkt: Die Ursachen des Problems



Zwei Ursachen dafür, warum die Waschmaschine stinkt, können jetzt schon direkt benannt werden. Das sind:

  • vorwiegend Waschgänge mit niedriger Temperatur und
  • eine geschlossene Tür nach dem Waschgang

Dazu kommen eine fehlende Reinigung von Türgummi, Waschmittellade und Flusensieb. Bleiben im Laufe der Zeit Reste von Waschmittel und Weichspüler in der Waschmittellade, können diese nicht nur unangenehm riechen, sondern auch den Ablauf verstopfen. Das hat aber noch weit unangenehmere Folgen als bloß einen schlechten Geruch. Denn läuft das Wasser nicht in die Maschine, sondern an deren Front dem Boden entgegen, ist ein Wasserschaden die Folge!

In der Türdichtung hingegen bleibt immer Restwasser zurück. Dieses Restwasser begünstigt in Zusammenspiel mit den warmen Temperaturen das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Wird also die Dichtung nicht regelmäßig gereinigt, wird diese sehr bald zum unangenehmen Geruch der Maschine beitragen.

Die letzte Fehlerquelle für unangenehme Gerüche ist das Flusensieb der Waschmaschine. In ihm sammeln sich Kleidungsreste wie Flusen, eventuell Taschentücher und andere kleinere Gegenstände wie Münzen, Haarspangen und Ähnliches. Wird durch diese Gegenstände die Funktion der Pumpe beeinflusst, bleibt Restwasser in der Maschine stehen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses kippt und anfängt, unangenehm zu riechen. Die Folge: Die Waschmaschine stinkt!

Pilz- und Schimmelbefall
Hinweis: Weit unangenehmer ist aber ein vermeintlicher Defekt. Denn lässt sich das Wasser nicht mehr aus der Maschine abpumpen, kann die Maschine nicht mehr schleudern. Tatsächlich ist jedoch nur die Ablaufpumpe verstopft – ein Problem, das zwar einfach selbst behoben werden kann, das sich aber noch leichter hätte vermeiden lassen.

Zu den zwei oben genannten Punkten kommen also noch die folgenden hinzu:

  • schmutziger Waschmittelbehälter
  • verschmutze Türdichtung
  • verstopfte Ablaufpumpe

Waschmaschine reinigen: Alle Maßnahmen im Überblick

Frei nach dem Motto „Besser spät als nie!“ wird die Waschmaschine auf Hochglanz poliert. Die Reinigung fängt bei der Waschmittellade an, geht über die Gummidichtung und endet bei der Reinigung des Flusensiebs. Ein hochtemperierter Waschgang darf hierbei aber auch nicht fehlen, denn erst dadurch werden die entstandenen Keime auch tatsächlich abgetötet. Nun aber die Reinigung der Waschmaschine im Detail!

Gummidichtung reinigen

Damit Keime gar keine Chance haben, sich festzusetzen, sollten Sie am besten nach jedem Waschgang die Türdichtung trockenwischen. Denn auf trockenem Boden können Keime nur schwer Fuß fassen. Zudem hilft es, nach dem Waschgang die Tür einen Spalt offen stehen zu lassen, damit das eventuell vorhandene Restwasser zügig verdunsten kann.

Waschmittellade reinigen

Das Reinigen der Waschmittellade gelingt am besten, wenn diese zuerst entnommen wird. Durch Drücken der Sicherung und gleichzeitiges Ziehen an der Lade ist diese im Nu ausgebaut. Jetzt kann die Waschmittellade bequem in der Spüle bzw. der Badewanne gereinigt werden. Aber auch die Aufnahme der Waschmittellade sollte nicht vergessen und ab und zu gereinigt werden.

Die Waschmaschine, Standart im Haushalt

Flusensieb reinigen

Auch wenn kein Wasser in der Maschine steht bzw. keine Geräusche von der Pumpe zu vernehmen sind, sollten Sie zumindest einmal im Monat das Flusensieb reinigen. Das verhindert eine mögliche Beeinträchtigung der Pumpe sowie Restwasser in der Maschine.

Die Waschmaschine, Standart im Haushalt

Hochtemperierter Waschgang

Zumindest einmal im Monat sollten Sie Wäsche mit hoher Temperatur waschen. Bei diesem Waschgang sollte eine Temperatur von 60° und mehr erreicht werden. Denn nur dadurch ist sichergestellt, dass alle Keime auch wirklich abgetötet werden. Dafür eignen sich besonders Handtücher und Geschirrtücher, aber auch Unterwäsche und Socken.

Die Waschmaschine, Standart im Haushalt


Wie oft die Tätigkeiten rund um das Reinigen der Waschmaschine durchgeführt werden sollten, verrät die nachfolgende Tabelle:

Waschmaschinenteil Intervall Art
Türdichtung nach jedem Waschgang präventiv/akut
Flusensieb monatlich präventiv/akut
Waschmittellade monatlich akut
hochtemperierter Waschgang monatlich präventiv

Weitere Pflegemaßnahmen für die Waschmaschine: Entkalken

Neben den Tätigkeiten, um die Waschmaschine zu reinigen, gibt es eine weitere Maßnahme, die das Leben der Waschmaschine verlängert und unangenehmen Gerüchen vorbeugt. Die Rede ist vom Waschmaschine-Entkalken. Im Handel sind dafür spezielle Reinigungs- und Entkalkungsprodukte erhältlich. Natürlich kann auch auf Essig-Essenz oder Zitronensäure zurückgegriffen werden. Bei den beiden Letzteren ist aber auf die richtige Dosierung zu achten, vor allem wenn diese einer vollen Waschmaschine hinzugegeben werden.

Durch das Entkalken der Maschine werden ebenfalls vorhandene Bakterien und Keime abgetötet und so die Bildung von unangenehmen Gerüchen verhindert. Auch spart das Entkalken Geld. Denn ein verkalkter Heizstab benötigt schnell einmal 30% mehr Energie. Aber auch die Wäsche wird es Ihnen danken, da Kalk weiße Wäsche vergrauen lässt und bunte Farben ihre Leuchtkraft verlieren. Eine Waschmaschine zu entkalken zahlt sich also in jedem Fall aus!

Pflegemaßnahmen enkalken

Waschmaschine reinigen: Garantiert ein voller Erfolg!

Wenn die Waschmaschine stinkt, ist das unangenehm, aber kein Grund zum Verzweifeln. Denn mit ein paar Handgriffen kann für Abhilfe gesorgt werden. Nach einer gründlichen Reinigung aller exponierten Stellen (Waschmittellade, Flusensieb, Türdichtung), einem hochtemperierten Waschgang sowie der Entkalkung ist der unangenehme Waschmaschinengeruch in aller Regel passé. Damit es aber erst gar nicht so weit kommt, empfiehlt es sich, die Türdichtung nach jedem Waschgang trocken zu wischen und zumindest einmal im Monat einen hochtemperierten Waschgang zu starten. Auf diese Weise bleiben nicht nur Waschmaschine und Wäsche sauber. Es verbreitet sich auch dauerhaft eine wohlduftende Brise von Sauberkeit.

Checkliste, wenn die Waschmaschine stinkt

  • Reinigen der Waschmittellade
  • Reinigen der Türdichtung
  • Reinigen des Flusensiebs
  • Kochwaschgang mit Entkalker bzw. Zitronensäure
  • Waschmaschinentür und Waschmittellade nach dem Waschgang einen Spalt offen lassen
  • einmal pro Monat ein Waschgang mit mehr 60° C