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Waschmaschine anschließen: Schritt für Schritt im Überblick!



Die Vorfreude ist groß, wenn die neue Waschmaschine endlich ihren Weg in Haus oder Wohnung findet. Denn jetzt dauert es nicht mehr lange, bis sie zum Einsatz kommt! Aber Moment: Wie lässt sich gleich noch mal eine Waschmaschine anschließen? Gibt es da nicht einiges zu beachten? Muss am Ende vielleicht sogar der Installateur kommen? Noch ist es nicht soweit, denn der folgende Ratgeber erklärt Schritt für Schritt, wie glückliche Neubesitzer aus eigener Kraft die Waschmaschine anschließen können.

Waschmaschine aufstellen: Standortfrage und Anschlüsse

Der erste Gedanke, der allerdings schon lange vor dem Kauf einer Waschmaschine Sorgen bereiten sollte, gilt immer dem Aufstellungsort. Die Waschmaschine braucht dazu nicht nur einen freien Stellplatz, sondern auch die passenden Anschlussmöglichkeiten. Gefragt ist hier Folgendes:

  • ein Stromanschluss
  • ein Maschinenhahn
  • ein Wasserablauf

In Waschkellern und Badezimmern sind solche Anschlüsse üblicherweise vorhanden und gemeinsam gruppiert. Diese müssen allerdings auch frei zugänglich sein, damit sich die Waschmaschine anschließen lässt. Denn die beiliegenden Anschlussschläuche sind meist kaum länger als 1,5 bis 2 Meter. Können Sie solche Anschlüsse nicht auffinden, kommt es darauf an, dass sich zumindest andere sanitäre Installationen wie Waschbecken oder Badewanne in der Nähe einer Steckdose befinden. Als alternative Aufstellungsorte kommen damit nur Badezimmer und Küche infrage. Allerdings sollte ausreichend Raum vorhanden sein, damit die Waschmaschine auf allen Seiten einige Zentimeter freistehen kann. Nur so lässt sich verhindern, dass sich ihre Vibrationen auf andere Möbel und Gerätschaften übertragen.

Waschmaschine aufstellen

Waschmaschine auspacken: So geht es richtig!

Der schönste Moment ist immer das Auspacken! Auch bei der Waschmaschine handelt es sich um einen besonderen Augenblick. Das vor allem deswegen, weil hier bereits die ersten Risiken lauern. Denn falsches Auspacken kann die Maschine schon verkratzen. Um das zu vermeiden, wird die Schutzfolie immer erst an den Holz- oder Styroporfassungen eingeschnitten. Ein Cutter eignet sich dazu am besten. Danach kann die Schutzfolie abgezogen werden. Bevor nun weiter wild ausgepackt wird, ist das Zubehör zu sortieren. Dazu zählen der geriffelte Abwasserschlauch inkl. Schlauchschelle, der Zulaufschlauch mit beidseitig vorhandenen Muffen, einige Verschlusskappen aus Kunststoff, ein U-förmiger Haltebogen sowie das Elektrokabel. Der kleinere Zulaufschlauch ist in der Regel nebst Handbuch in der Trommel zu finden. Der Ablaufschlauch ist bereits einseitig montiert und daher an der Rückseite des Geräts aufgerollt. Sobald in Sachen Zubehör der nötige Überblick herrscht, kann die Waschmaschine schon auf eigenen Füßen stehen.

Niemals vergessen: Die Transportsicherung

Transportsicherung abnehmen

Eine Besonderheit von Waschmaschinen ist ihre Transportsicherung. Diese verhindert, dass sich die Trommel der Maschine während des Transports frei drehen und dabei Schäden an der Mechanik verursachen kann. Aktuelle Gerätemodelle verfügen üblicherweise über eine Sicherung in Form von vier Bolzen, die die Trommel fixieren und von der Geräterückseite aus zugänglich sind. Vor dem ersten Waschgang ist diese Transportsicherung unbedingt zu entfernen! Ansonsten drohen massive Schäden am Gerät. Wichtige Hinweise zum spezifischen Aussehen der jeweiligen Transportsicherung hält die Bedienungsanleitung bereit. Diese sollte daher vorher immer erst zu Rate gezogen werden!



Die Bolzen bestehen aus einem Kunststoffmantel, in den eine lange Schraube eingelassen ist. Diese Schrauben werden mithilfe eines beiliegenden Schraubschlüssels oder mit einem Schraubendreher gelöst. Um die Bolzen zu ziehen, muss ggf. die Trommel leicht angehoben und nach vorne gezogen werden. Hier kann ein Paar helfender Hände nicht schaden. Sind die Bolzen entfernt, werden die freiliegenden Öffnungen in der Rückseite mit den beiliegenden Verschlusskappen abgedeckt. Die Transportsicherung wird nun jedoch nicht gleich weggeworfen, sondern sorgfältig aufbewahrt. Beim nächsten Umzug kann es nämlich nötig werden, die Sicherung erneut einzubauen. So bleibt die Freude an der Waschmaschine auch auf lange Sicht erhalten.

Geräuscharmen Betrieb sicherstellen: Tipps und Hinweise

Eigentlich lässt sich eine Waschmaschine anschließen, ohne dabei auf größere Schwierigkeiten zu stoßen. Aber es sind doch immer viele Kleinigkeiten zu beachten. Dazu zählt auch ein geräuscharmer und vibrationsgedämpfter Betrieb. Glücklicherweise springen moderne Waschmaschinen beim Schleudern nicht mehr wild herum, doch etwas Bewegung ist immer im Spiel.

Vibrationsdämpfer
Vibrationsdämpfer-Set für Waschmaschinen: Neben Teppichen und Matten dämpfen auch sie Geräusche und Wackler von Waschmaschinen

Und so kann es passieren, dass die Waschmaschine rattert oder vibriert. Um diese Vibrationen zu dämpfen, reicht es schon, ein Stück Teppich unter dem Gerät zu platzieren. Alternativ sind im Handel auch spezielle Antivibrationsmatten erhältlich. Gerade bei Fliesen sollte dieses Detail nicht übersehen werden, denn diese können unter dem Einfluss der Schwingungen bisweilen abplatzen. Um einen reibungslosen Betrieb der Waschmaschine sicherzustellen, ist außerdem die Neigung des Geräts zu kontrollieren. Soll das Gerät keine Unwucht entwickeln, ist hier kaum Spiel möglich. Daher wird am besten eine Wasserwaage oben auf die Waschmaschine gelegt, um die Neigung des Geräts zu kontrollieren. Steht die Maschine schief, ist es Zeit, sich ihren Füßen zuzuwenden. Durch Schrauben lassen sich die Füße höhenverstellen, um einer gegebenen Neigung entgegenzuwirken. Die Füße werden solange verstellt, bis die Wasserwaage ein sauberes Ergebnis anzeigt. Dann werden noch die Kontermuttern festgezogen, so dass sich die Füße auch nachträglich nicht verstellen. Schon ist die Maschine gut eingestellt und Sie können dazu übergehen, wie sich die Waschmaschine anschließen lässt.

Wasserablaufschlauch anschließen: Möglichkeiten und Wege

Die erste und oft schwierigste Frage lautet: Wie lässt sich der Ablaufschlauch der Waschmaschine anschließen? Anleitung ist gerade in diesem Punkt gefragt, denn er wirft die meisten Schwierigkeiten auf. Grundsätzlich kommen hier drei Möglichkeiten infrage:

  • Waschmaschinenanschluss nutzen
  • Waschbecken oder Badewanne als Abfluss einsetzen
  • Abzweig unter dem Waschbecken installieren

Die einfachste und sicherste Lösung ist das Anschließen an einem vorhandenen Waschmaschinenanschluss, wie er eigentlich in jedem Haus und jeder Wohnung zumindest einmal vorhanden sein sollte. Der Ablauf zeigt oftmals nach unten und ist an seiner langgezogenen, geriffelten Mündung erkennbar. Der Ablaufschlauch wird mit seinem freien Ende einfach fest über das Mundstück gezogen und anschließend mit der beiliegenden Schlauchschelle festgeschraubt. Die Schelle soll festen Halt haben, aber den Schlauch nicht quetschen. Ist keine Schlauchschelle vorhanden, lässt sich diese auch nachträglich kostengünstig beschaffen.

Wie lässt sich aber die Waschmaschine richtig anschließen, wenn kein Ablauf vorhanden ist? Gerade in Mietwohnungen ist der Anschluss nicht immer auffindbar. Die einfachste Alternative ist es, den Ablaufschlauch in ein Waschbecken zu hängen oder in die Badewanne zu verlegen und diese als Ablauf zu benutzen. Dazu liegt der Maschine ein bogenförmiger Haltebügel bei. Der Ablaufschlauch wird an seinem Ende bündig in diesen eingeklemmt und lässt sich nun wie ein Haken über den Rand des Beckens oder in ein offenes Abflussrohr hängen. Um später ein großes Unglück zu vermeiden, verfügt der Bügel über eine Schlaufe. Diese ist mit Kabelbindern oder Ähnlichem fest an den Monturen zu befestigen, so dass der Schlauch sich nicht bewegen oder gar abrutschen kann. Steht Besuch ins Haus, muss diese Konstruktion natürlich vorläufig wieder abgebaut werden.

Vibrationsdämpfer

Eine bequemere und sichere Möglichkeit ist es daher, den Ablaufschlauch gleich über dem Waschbecken-Siphon, also dem U-förmigen Abflussrohr unter dem Becken, anzuschließen. Gelegentlich findet sich hierzu bereits ein seitlicher Abzweig am Tauchrohr, dem länglichen Verbindungsrohr zwischen Becken und Siphon. Ist dieser nicht vorhanden, kann das Tauchrohr durch ein neues Modell mit entsprechendem Abzweig ersetzt werden. Natürlich muss das neue Rohr aus dem gleichen Material bestehen wie der restliche Siphon. Achten Sie also darauf, ob dieser aus Metall oder Kunststoff hergestellt wurde! Wer vor den Installateursarbeiten zurückschreckt, kann hier auch gleich einen Fachmann beauftragen. Sobald jedenfalls der Abzweig eingerichtet ist, wird der Ablauf auf die bereits beschriebene Weise angeschlossen.

Hinweis: Liegt der Anschluss für den Ablauf unterhalb von 80-100 cm, ist dafür zu sorgen, dass der Ablaufschlauch auf seinem Weg dorthin einen Aufwärtsbogen schlägt, der in diese Höhe reicht. Nur so ist sichergestellt, dass der Ablauf immer ordentlich funktioniert.

Wasserzulaufschlauch anschließen: So wird es gemacht!

Noch fehlt ein wichtiger Schritt zum vollständigen Anschließen der Waschmaschine: Sie müssen den Zulaufschlauch anbringen. Schließlich muss das Gerät ja auch Wasser ziehen können. Ein entsprechend reservierter Kaltwasserhahn, der sogenannte Maschinenhahn, gehört zu jedem Waschmaschinenanschluss dazu. Zunächst wird der Schlauch mit einem Ende an der Geräterückseite befestigt, dann erfolgt das Befestigen am Wandanschluss. In beiden Fällen ist darauf zu achten, dass die Verbindung gerade erfolgt und die Muffe richtig verschließt, ohne dabei zu verkanten. Ansonsten könnte es passieren, dass die Verbindung undicht bleibt. Steht kein Maschinenhahn zur Verfügung, erfolgt der Anschluss über den Kaltwasserzulauf von Waschbecken oder Spüle. Falls dieser keinen Abzweig bereithält, muss er zunächst durch ein Kombiventil ersetzt werden. Dieses verfügt über ein zusätzliches Gewinde für Waschmaschine oder Spülmaschine. Bevor aber der Austausch erfolgen kann, müssen Sie in jedem Falle am zentralen Hausanschluss das Wasser abdrehen. Ein untergestellter Eimer hält Restwasser in Schach. Wurde ohnehin schon ein Installateur damit beauftragt, am Waschbecken einen Abzweig für den Ablauf zu schaffen, dann wird er auch gleich ein solches Kombiventil einrichten.

Zulaufschlauch anbringen
Hinweis: Aktuelle Waschmaschinenmodelle verfügen zumeist über einen Zulaufschlauch mit Aquastopp, erkennbar an einem kastenförmigen Ventil, dass zwischen Schlauch und Wasserhahn geschaltet ist. Dieses Ventil riegelt ab, sobald der Wasserdruck im Schlauch nachlässt – was z.B. dann der Fall ist, wenn der Schlauch ein Leck hat. Der Aquastopp verhindert also, dass im Schadensfall immer neues Wasser nachläuft und so eine Überschwemmung auslöst. Die Fortentwicklung dieses Systems ist der Aquastopp-Schlauch mit doppeltem Mantel. Selbst wenn der innere Mantel reißt, wird das Wasser noch durch die äußere Hülle vor dem Austreten bewahrt. Mehr noch, die Wasserzufuhr kann sogar weiterarbeiten! Eine dieser Formen des Aquastopp sollte auf jeden Fall genutzt und zur Not auch nachgerüstet werden.
Kombiventil
Waschmaschinenmodelle mit Aquasop Zulaufschlauch

Der letzte Test: Probewaschgang durchführen

Es ist fast geschafft! Als letzte Maßnahme müssen Sie nun noch den Strom anschließen. Dazu sollte eine Nassraum-Steckdose in Reichweite zur Verfügung stehen. Ist überhaupt kein Stellplatz mit Steckdose zu haben, muss ein Verlängerungskabel her. Dieses sollte aber niemals in den Bodenbereich hängen. Ist auch das nicht möglich, muss eine neue Steckdose eingerichtet werden. Hier kann eigentlich nur noch der Elektriker helfen. Doch so drastisch wird es selten. Ist das Anschließen der Waschmaschine jedenfalls erst einmal geglückt, kann der Testlauf beginnen. Dieser ist nach Möglichkeit immer auszuführen, um Geruchsrückstände und Verschmutzungen aus der Trommel zu lösen. Die Maschine wird ohne Ladung in einen Kurzwaschgang geschaltet und aktiviert. Während des Vorgangs werden dann aufmerksam alle Anschlüsse und Ventile auf Dichtheit überprüft. Ist auch nach dem Probewaschgang noch alles zur eigenen Zufriedenheit, dürfen Sie sich getrost auf die eigene Schulter klopfen. Denn auf der persönlichen Erfolgsliste dürfen Sie das Waschmaschine-Anschließen nun abhaken. Das neue Gerät ist ab sofort einsatzbereit!

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