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Die Zirbe

    Wohnen mit Hund: So gestalten Sie das Zusammenleben

    Das gemeinsame Leben mit einem Hund in der Wohnung ist großartig, bringt jedoch einige kleinere und größere Herausforderungen mit sich. Welche das sind und wie Sie am besten damit umgehen, das lesen Sie hier.

    Ein Hund zieht ein – so passt das Zusammenleben

    Wer sich dazu entschließt, sich einen Hund für die Wohnung anzuschaffen, darf mit einem liebevollen und treuen Mitbewohner rechnen. Nicht umsonst heißt es schließlich: Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Dennoch sollten Sie sich bewusst sein, dass das gemeinsame Wohnen mit Hund nicht immer ein Zuckerschlecken ist und dass es einiges zu beachten gibt.

    Gerade am Anfang, wenn er noch nicht richtig erzogen ist, kann es zum Beispiel passieren, dass der Hund sein Geschäft in der Wohnung verrichtet oder nicht gut alleine sein kann. Zudem sollten sich vor allem Ordnungsliebhaber darüber im Klaren sein, dass ein Hund in der Wohnung häufig Haare verliert – auf dem Boden, dem Sessel oder der Couch. Darüber hinaus ist es gar nicht so leicht, einen Hund in der Wohnung zu beschäftigen – das gilt vor allem für sehr aktive Rassen.

    Apropos: Nicht alle Hunderassen sind gleichermaßen für die Haltung in einer (kleinen) Wohnung geeignet. Wer Hunde für die Wohnung sucht, sollte sich vorab darüber informieren, welche Tiere weniger Auslauf benötigen und sich auch auf kleinem Raum wohlfühlen. Dann steht dem glücklichen Zusammenleben mit einem Hund in der Wohnung nichts mehr im Wege!

    Im folgenden Interview erzählt Reisebloggerin Angelika, wie sich ihr Alltag mit ihrem Hund Coffee gestaltet und verrät einige wertvolle Tipps zum Wohnen mit Hund.

    Stelle uns doch bitte kurz deinen Hund Coffee vor.

    Coffee wohnt seit über 4 Jahren bei uns. Genauer: er frisst, schläft, spielt, haart und bellt bei uns. Er ist ein kohlrabenschwarzer Labrador Mischling in der Sportversion. Das bedeutet, dass er jede sportliche Betätigung einem vollen Fressnapf vorzieht und das ist für einen echten Labrador eher unüblich. Wir nehmen also an, dass noch ein guter Teil Setter oder Flat Coat Retriever in ihm steckt und ihn zu dem macht was er ist: Ein unruhiger und bewegungshungriger, aber liebenswerter, anhänglicher und kinderliebender Hausgenosse – ohne den wir es uns nicht mehr vorstellen können oder wollen. Er ist fünf Jahre alt und wenn immer es möglich ist, nehmen wir ihn auf unseren Kurztrips und Reisen mit, Flüge allerdings ausgenommen – das würden wir ihm nicht antun.

    Hunde zu erziehen, ist ja keine leichte Aufgabe. Wie bist du dabei vorgegangen?

    Ich wage es gar nicht, bei Coffee von „Erziehung“ zu sprechen. Er ist ein Jagdhund, das ist sein ureigenstes Metier und sein, nun ja „Hobby“. Wir wohnen am Land, wo es im Garten und vor der Tür nur so kreucht und fleucht und da gehört schon ein ordentliches Maß an Training, Zeit und Ehrgeiz (beiderseitig) dazu, um Coffee zu einem gehorsamen Hund zu machen, der seinen Jagdtrieb unter Kontrolle zu hat.

    Aber wir haben zumindest in seine Grundausbildung investiert: Er weiß also theoretisch, was man von ihm erwartet, wenn es „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“ heißt. „Warte“, „Ruhe“ und „Aus“ sind hingegen eher unbeliebte Anweisungen in seinen Hängeohren. Sofern also kein Hase, Reh, Fasan oder gar einen Mäusefamilie in der unmittelbaren Umgebung um seine Hundenase schleicht, ist er durchaus bereit, das Gelernte zeitnah in die Tat umzusetzen. Da ihn aber sein unstetes Leben mit den Reisen, den Hasen und den verfeindeten Nachbarskatzen manchmal über die Gebühr aufzuregen scheint, hat er einen unbändigen Hang zum Bellen und daran arbeiten wir gemeinsam: Samstags in der Hundeschule trainieren wir gerade Entspannung und Impulskontrolle. Für den Hund. Obwohl ich ersteres auch brauchen könnte.

    Worauf sollte man bei einem Hund im Haus achten? Sind bestimmte Möbel oder Materialien besser geeignet als andere?

    Es ist zwar nicht ganz so gemütlich wie ein Holzboden, aber Fliesen in der Küche und im Wohnzimmer sind bei Hundebesitzern hoch im Kurs. Das kommt nicht von ungefähr, denn gerade in der gatschigen Jahreszeit ist man nach jedem Gassiwalk immer irgendwie am Pfotenputzen, Fellabreiben und Boden Aufwischen. Das geht bei einem Fliesenboden ungleich flotter als bei Holz oder Melan. Andererseits liebt es Coffee, sich auf einem vorgewärmten Holzboden auszustrecken – wer nach ihm putzt, ist ihm ja egal. Denn eines ist klar: Hundehaare sind immer und überall da. In jeder Ritze und in jeder Ecke. Zu jeder Jahres- und Tageszeit.

    Und wenn wir uns am Anfang einig waren: Der Hund darf nicht auf´s Sofa, so reihen wir uns nun in die Riege der verliebten Hundebesitzer ein und sagen: Ein Abend auf der Couch ohne Coffee ist – fad. Weil unser Sofa aber nicht billig war und so ein Stoff sehr schnell nach sehr viel Hund riechen kann, arbeiten wir mit zahllosen Überwurfdecken, die oft gewaschen werden. Je heißer desto besser, also setzen wir auf Baumwolldecken oder alte Leintücher, die auch schon mal hartnäckige Hundehaare und den gefühlt hundertsten Koch-Waschgang aushalten.

    Im Vorzimmer und bei der Balkontüre haben wir große Teppiche platziert, die als „Schmutzfänger“ fungieren und auch ein altes Handtuch für immerschmutzige Pfoten liegt bei uns immer griffbereit in der Nähe.

    Ich glaube, dass nur sehr wenige Hundefreunde bei der Auswahl ihres Vierbeiners auf die Größe von Wohnung oder Haus achten. Natürlich kann man in einer 20m2 Wohnung einen Mops besser als einen Berner Sennenhund beherbergen, aber – wo die Liebe halt hinfällt. Wir wohnen zu zweit mit Hund in einem großen Reihenhaus und haben theoretisch sehr viel Platz für Coffee – er könnte also in fünf Zimmern und der Küche flächendeckend liegen, leben und wohnen. Aber das tut er nicht. Denn er will dort sein, wo wir sind und das möglichst nah: So liegen wir drei eben abends beim Fernsehen oder Lesen auf knapp 2 m² auf (wir) und unter (Coffee) der Couch, haben alle Körperkontakt (so will es der Hund) und das restliche Haus ist einfach nur leer. Sitze ich im Büro, liegt Coffee´s Schnauze so nah an meinem Bürosessel, dass er jede Bewegung von mir genau registrieren kann. Und wenn wir abends Zähneputzen gehen, wartet Coffee vor dem Badezimmer, um uns danach ins Schlafzimmer zu begleiten.

    Wenn wir dann (endlich) das Leselicht abgeschaltet haben und er sicher sein kann, dass keiner vom Rudel mehr heimlich davonschleicht, dann hat er sein Tagewerk vollbracht und streckt sich zufrieden seufzend im Wohnzimmer aus. Wir hören das.

    Teppich, »Nabil«, Home affaire Collection, rechteckig, Höhe 3 mm
    Handtuch Set, »Vanessa«, my home (Set)
    Wolldecke, Biederlack, »Wooltime«, mit großen Karos

    Ein leidiges Thema für viele Haustierbesitzer sind Hundehaare. Hast du einen Tipp, wie man gut und effektiv Hundehaare entfernen kann? Gibt es vielleicht einen speziellen Staubsauger für Hundehaare? Oder einen Staubsauger-Roboter für Hundehaare?

    Wie die meisten Hundebesitzer arbeiten wir mit allen Mitteln: Wir kehren mehrmals am Tag, haben einen Staubsauger der guten alten Art, einen Saugroboter (von dem wir uns Wunder erwartet hatten) und waschen ständig feucht hinter Coffee´s Hundepfoten auf. Mehrmals die Woche. Und das, obwohl wir keinen ausgesprochenen Langhaarhund haben.

    Der Saugroboter ringt Coffee nur einen verächtlichen Blick ab, das Gerät selbst macht gerne einen großen Bogen um Hundehaare, so haben wir den Eindruck. Bleibt also nur das manuelle Staubsaugen und Aufwaschen.

    Unser Hochleistungsstaubsauger tut was er kann, extra für Hundehaare ist er allerdings nicht fabriziert. Wir hatten ihn allerdings schon vor dem Hund – wenn er mal das Zeitliche segnet (der Staubsauger), weil ihm die Arbeit mit den Haaren zuviel wird, werden wir uns einen ausgesprochenen Hundehaar-Staubsauger zulegen. Ohne Kehren und Aufwaschen wird es aber auch da nicht abgehen.

    Außerdem arbeiten wir sehr gerne mit der guten alten Kleberolle, um Haare von Stellen wegzukriegen, von denen wir gar nicht wussten, dass dort Hundehaare sein können. Aber egal, was wir uns auf der Anti-Hundehaar-Front alles einfallen lassen: Minuten später war alles, pardon „für die Katz“. Außerdem: Coffee liegt mit Vorliebe im Weg, vor allem beim Putzen.

    iRobot Saugroboter Roomba 980, beutellos
    Wessel - Werk Tierhaar - Premium - Set - Staubsaugerdüsen zur Tierhaarentfernung
    SIEMENS Bodenstaubsauger VS06T212, 600 Watt, mit Beutel

    Zum Alltag mit Coffee gehört auch die Hunde-Pflege. Wie oft sollte man Hunde baden und was ist dabei zu beachten?

    Im Sommer badet Coffee mit Vorliebe in allen Gewässern, in die wir sein Frisbee werfen: Er macht da keinen Unterschied zwischen eiskaltem Fluss, Moorsee oder der Donau mit Algen. In seinen Augen ist das mehr als genug Wasserkontakt. Nach dem Sommer bekommt er allerdings trotzdem ein ausgiebiges Hundebad im Garten (mit Hundeshampoo) – daraufhin ist er allerdings mal ein paar Stunden beleidigt. Darauf können wir aber hundereinigungstechnisch keine Rücksicht nehmen. Mehr als zwei bis drei Rubbel-Schaumbäder (es sei denn, der Hund hat sich ein Vollkörper Matschbad gegönnt) im Jahr sind aber nicht nötig.

    Im Frühling gehen wir dann zum Experten und lassen Coffee eine Unterfell-Behandlung angedeihen: D.h. das alte Fell wird mit speziellen Kämmen rausgeholt und quasi Platz gemacht für das neue. Wir sind jedes Mal wieder überrascht, wieviel Unter-Fell so ein kniehoher Hund rumträgt. Gebürstet wird er von uns aber mehrmals die Woche – sein schönes, glänzendes Fell kommt ja nicht von ungefähr…

    Auch das Hundezubehör benötigt hin und wieder eine Reinigung. Wie häufig sollten Tierbesitzer das Hundebett waschen und wie oft ist es nötig, Hundedecken zu waschen?

    Mein Mann wirft alle paar Monate einmal alle Hundeleinen, das Brustgeschirr und die Halsbänder ungerührt in die Waschmaschine. Das ist auch nötig, denn auch beim schönsten Hund riechen die Teile sehr schnell muffig. Die Hundedecken und Hundepölster kommen noch öfter in die Wäsche und werden ordentlich ausgekocht.

    Irgendwie können wir uns des Gefühls nicht erwehren, dass langsam auch die Waschmaschine nach Hund riecht – da sind wir noch auf der Suche nach einem geheimen Hausmittel gegen vermeintlichen Hundegeruch in der Maschine.

    Beim Thema Hunde im Bett scheiden sich bei vielen Tierbesitzern die Geister. Wie stehst du dazu? Darf Coffee in dein Bett?

    Coffee steht nicht so auf Decken und Pölster, das ist ihm als Abenteuerhund wohl viel zu verweichlicht. Aber wenn´s draußen donnert, dann wird der tapfere Herr Hund ganz schnell ganz anschmiegsam und beruhigt sich erst, wenn er ganz nahe bei uns liegen darf. Bei Gewitter durfte er also schon mal rein ins Bett – zu den Füßen und ohne Decke, aber mit viel Körperkontakt. Nach dem Gewitter hat er das aber abgestritten…

    Apropos: Wie lange schlafen Hunde eigentlich und wirst du manchmal von Coffee geweckt?

    Unsere Hundetrainerin meint, dass Hunde viel Ruhe brauchen. Coffee ist da anderer Meinung. Aber auch er schläft gerne acht Stunden durch, bevor er wieder Habtacht vor unserer Schlafzimmer Tür steht, sich schüttelt und mit den Krallen scharrt. Ruhe bedeutet einfach, dass Hunde bis zu 20 Stunden am Tag rasten können sollen, wenn sie das wollen. Daran arbeiten wir aber noch.

    Es ist nicht immer leicht, einen Hund zu beschäftigen. Welches ist deiner Meinung nach eine gute Beschäftigung für Hunde?

    Wir machen große Spaziergänge, bei denen immer auch viel geschnüffelt werden darf – Schnüffeln ist Coffee´s Denken, Lesen und Kommunizieren – macht ihn also genau so müde wie ein Dauerlauf. Wichtig ist es nämlich, ihn nicht immer nur auszupowern, um ihn müde zu machen, sondern Denkaufgaben zu liefern, die ihn fordern. Manchmal verstecken wir Futterbeutel im Garten, üben neue Kommandos oder gehen einfach nur zum Schnüffeln aufs Feld, das beschäftigt ihn oft mehr als eine lange Wanderung.

    Du bist viel mit Coffee unterwegs. Was muss man mit einem Hund im Auto beachten?

    Ich bin froh, dass Coffee ein braver und ruhiger Mitfahrer ist – dafür bin ich ihm sehr dankbar. Wir transportieren ihn in einer Box mit seiner Lieblingsdecke darin und machen wahrscheinlich mehr Pausen als nötig, um ihm zwischendurch auch Zeit zum Schnüffeln und Spielen am Rastplatz zu geben. Gleich nach Ankunft (wo auch immer) machen wir meist eine großen Spaziergang, damit er sich an die neue Umgebung gewöhnt – erst dann geht´s ans Auspacken.

    Vielen Herrchen und Frauchen fällt es schwer, ihren Hund alleine zu lassen. Wie reagiert Coffee, wenn du ihn für eine Weile alleine daheim lässt?

    Wir haben ein ungeschriebenes Gesetz: Wenn möglich, lassen wir Coffee nicht länger als fünf Stunden alleine. Das ist etwa ein Essen auswärts in der Stadt (was wir höchst selten ohne Hund tun) oder ein Theaterbesuch. Letzterer kommt schon viel öfter vor. Aber wir haben das von Anfang an geübt und sind davon überzeugt, dass er daheim entspannt schläft und die Länge unserer Absenz ohnehin nicht richtig abschätzen kann. Dennoch: Je länger das Theaterstück im Burgtheater dauert, desto unruhiger werde ich. Meistens hetze ich hin und zurück, was natürlich sinnlos ist – denn die 10 Minuten, die ich dann schneller daheim bin, die sind auch schon egal. Ansonsten versuchen wir ihn, wann immer möglich, mitzunehmen.

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    Mancher Haustierbesitzer kennt das Problem, vor allem am Anfang: Der Hund pinkelt in die Wohnung. Hast du das mit Coffee auch erlebt? Und wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

    Ich darf stolz vermelden: Nein, Coffee hat das nie getan. Wenn er es täte, wüssten wir, dass etwas mit ihm nicht stimmt: Dass er – mehr als sonst – gestresst ist oder krank. Auch im Hotel ist sowas noch niemals passiert. Wenn doch, so kann man sicher sein, dass es niemandem peinlicher wäre als Coffee selbst.

    Würden wir ohne Hund leben - wir wüssten gar nicht, was uns alles entgeht. Klar, manches im Alltag wird schwieriger durch Coffee - aber die meisten unserer Unternehmungen machen mit ihm schon viel mehr Spaß. Spazierengehen ohne Hund? Undenkbar für uns und eigentlich - sinnlos.

    Noch mehr Stories vom Leben und Reisen mit Hund - inkl. Ausflugstipps: Angelika von www.wiederunterwegs.com

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