Warum Energie sparen? Energie sparen lohnt sich für alle!

Seien Sie selbst die Veränderung, die Sie sich für diese Welt wünschen! Strom ist ein kostbares Gut: Die fossilen Brennstoffe wie Erdgas, Erdöl und Kohle sind begrenzt. Zudem wird bei dieser Form der Energiegewinnung Kohlendioxid freigesetzt, ein Hauptverursacher bzw. -beschleuniger des Klimawandels. Die erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Biomasse und Windenergie zeigen den Weg in die richtige Richtung auf, bringen jedoch auch Probleme mit sich. Die Energieproduktion ist vom Wetter abhängig, der Anbau von Monokulturen für Biogasanlagen ein anderes Problem.

Der Umwelt zuliebe
 

Der Stromverbrauch in Österreich

Im Zeitraum von 1985 bis 2010 ist der Pro-Kopf-Stromverbrauch von 1.100 kWh auf 2.034 kWh gestiegen, ein Anstieg von 85 Prozent! Zwar bieten energieeffiziente Geräte ein großes Einsparpotenzial, dennoch ist auch in den kommenden Jahren mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Gründe dafür sind unter anderem die stete Zunahme an Einpersonenhaushalten, da immer eine gewisse Grundausstattung mit Geräten wie Kühlschränken und Fernsehern vorhanden ist. Von 2,8 Millionen Haushalten im Jahr 1985 ist die Anzahl bis 2010 auf 3,6 Millionen gestiegen, bis 2050 soll sie weiter auf rund 4,3 Millionen ansteigen. Die durchschnittliche Anzahl der im Haushalt lebenden Personen soll sich von 2,7 Personen (1985) über 2,31 (2010) auf 2,14 Personen (2050) vermindern. Ein weiterer Grund ist die Altersstruktur: Nach einer Studie der Statistik Austria liegt der Stromverbrauch in Seniorenhaushalten um 31 Prozent höher als in den übrigen Haushalten. Diese verbringen unter anderem mehr Zeit zu Hause und nutzen die elektrischen Geräte häufiger.

Energie sparen ist wichtig

Das Thema Energie sparen ist also von besonderer Bedeutung und als Konsumenten und Verbraucher können Sie in Ihrem eigenen Haushalt und mit Ihrem Verhalten Ihren persönlichen Beitrag leisten. Energie sparen hat für Sie gleich zwei Vorteile: Sie reduzieren Ihre jährlichen Stromkosten und leisten einen bedeutenden Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten. Energieeffiziente Geräte bieten ökonomische und ökologische Vorteile. Die Europäische Union hat aus den genannten Gründen Energieeffizienzklassen für elektrische Haushaltsgeräte eingeführt.

Das sind die Stromfresser im Haushalt

  • 22,4 Prozent → Haushaltsgroßgeräte (Wäschetrockner, Herd/Backofen, Geschirrspüler)
  • 12,6 Prozent → Warmwasser
  • 11,9 Prozent → Heizung
  • 11,5 Prozent → Kühl-/Gefriergeräte
  • 10,7 Prozent → Beleuchtung
  • 7,6 Prozent → Unterhaltungselektronik
  • 3,6 Prozent → Klimageräte & Zusatzgeräte
  • 3,2 Prozent → Stand-by

Die Ergebnisse zeigen, wo sich die Investition in energieeffiziente Geräte besonders lohnt. Moderne Kühlschränke, Waschmaschinen und andere Haushaltsgroßgeräte verbrauchen viel weniger Strom als Modelle, die zehn Jahre oder älter sind. Die Anschaffung rekapitalisiert sich Energieeffiziente Geräte: Die Energieeffizienzklassen für elektronische Haushaltsgeräte Die EU-Energieeffizienzklassen wurden eingeführt, um Ihnen den Vergleich der verschiedenen Haushaltsgeräte bzgl. der Energieeffizienz und weiterer Kenndaten wie dem Wasserverbrauch bei Waschmaschinen zu erleichtern. Das EU-Energielabel für Elektrogeräte müssen die Hersteller als zusätzliche Information auf den Geräten anbringen.

Heute (Stand August 2015) gibt es folgende Energieeffizienzklassen, der angegebene Energieverbrauch bezieht sich auf ein fiktives Referenzgerät in Prozent:

Energieeffizienz-KlasseA+++A++A+ABCDEFG
Fernseher <10 <16 <23 <30 <42 <60 <80 <90 <100 >=100
Kühlgeräte <22 <33 <42 <55 <75 <95 <110 <125 <150 >=150
Waschmaschine <46 <52 <59 <68 <77 <87 >=87      
Gweschirrspüler <50 <56 <63 <71 <80 <90 >=90      



Tabelle 1: Energieeffizienz-Klassen und der Energieverbrauch in Prozent zu einem fiktiven Referenzgerät Es gibt inzwischen Mindeststandards, zum Beispiel für Wäschetrockner: Seit November 2013 müssen alle Neugeräte im Handel mindestens die Anforderungen der Effizienzklasse C erfüllen. Ab November 2015 gilt der Mindeststandard der Energieeffizienzklasse B.

Zum Vergleich: Ein Wäschetrockner der Klasse A+++ verbraucht etwa 70 Prozent weniger Strom als ein Modell der Klasse B. Das EU-Energielabel im Detail am Beispiel Waschmaschine Neben der Angabe zum Energieverbrauch in kWh/Waschprogramm enthält das EU-Label weitere Informationen zur Waschwirkung (A bis G), der Schleuderwirkung (A bis G), der Füllmenge, dem Wasserverbrauch und dem Arbeitsgeräusch.

Erfolgreich Energie sparen: So nutzen Sie energieeffiziente Geräte richtig

Die Investition in energieeffiziente Geräte lohnt sich also. Zusätzlich senken Sie den Stromverbrauch mit der richtigen Nutzung. Folgende Tipps helfen Ihnen beim Energie Sparen:

  1. Achten Sie auf die Effizienzklassen und kaufen Sie nur Geräte mit A+ bis A+++. Verwenden Sie sparsame Geräte ohne Akku : Geräte wie Rasierer und elektrische Zahnbürsten ohne integrierten Akku verbrauchen deutlich weniger Strom.
  2. Stand by Betrieb vermeiden: Ziehen Sie einfach den Stecker aus der Steckdose und vermeiden Sie diesen überflüssigen Stromverbrauch. Ziehen Sie den Stecker vom Fernseher wenn Sie zu Bett gehen, den vom Monitor wenn Sie eine Mittagspause machen.
  3. Bei der Auswahl von Kühlschrank, Trockner und Waschmaschine kommt es auf die richtige Größe an. Wählen Sie das Gerät passend zur Haushaltsgröße aus.
  4. Kochen auf dem Ceranfeld, mit Induktion oder Gas? Im Vergleich zu einem Elektroherd verbraucht ein Gasherd deutlich weniger Primärenergie. Während die Hitze bei Strom erst unter hohem Aufwand gewonnen wird, erzeugt Gas diese direkt.
  5. Kochen mit Topf und Deckel: Wählen Sie den Kochtopf passend zur Herdplatte aus und kochen Sie immer mit Deckel, das kostet ein Drittel weniger Energie als ohne Deckel.
  6. Vor dem Winter die Heizungen entlüften und kräftig sparen. Idealerweise stellen Sie für jedes Zimmer eine individuelle Temperatur ein: Für das Schlafzimmer 16° bis 18° Celsius, für das Wohnzimmer 20° bis 22° Celsius, das Bad 23° Celsius und das Kinderzimmer 20° Celsius. Senken Sie die Temperatur nur um ein Grad und sparen Sie auf diese Weise fünf bis zehn Prozent Heizenergie und damit eine Menge Geld ein.
  7. Richtig lüften: Besser zwei bis drei Stunden stoßlüften, als über einen längeren Zeitraum bei gekipptem Fenster.
  8. Unnötige Lichter ausschalten: Schalten Sie die Lichter aus, wenn Sie das Zimmer verlassen. Im Vergleich zur Glühlampe sparen Energiesparlampen im Betrieb 70 Prozent Strom ein, der CO2-Verbrauch bei der Herstellung ist 80 Prozent geringer, noch sparsamer sind LED-Lampen (85 Prozent weniger Stromverbrauch).
  9. Wasser kochen mit dem Wasserkocher: Auf der Herdplatte Wasser zu erhitzen, dauert länger und verschwendet Strom. Schneller und energieeffizienter arbeitet der Wasserkocher. Füllen Sie immer nur so viel Wasser ein, wie Sie benötigen
  10. Sparsam waschen: Meist ist eine Vorwäsche nicht erforderlich, moderne Waschmaschinen integrieren Sparprogramme, die normale Schmutzwäsche problemlos reinigen.