Steak richtig braten
So schmeckt das Fleisch besonders gut

Die Sonne lacht, der Himmel ist blau, die Blumen blühen, kurz gesagt: Die Grillsaison hat wieder begonnen. Wer einen Garten oder einen großen Balkon hat, lädt gleich zum ersten Barbecue des Jahres ein, andere bereiten ihr Steak alternativ in der Pfanne oder im Ofen zu. So oder so: Das Wichtigste ist der unvergleichliche würzige Geschmack!

Ein Stück Fleisch, 3 Zubereitungsvarianten
Steaks vom Grill, aus der Pfanne oder dem Ofen

Grundsätzlich haben Sie mehrere Möglichkeiten, das perfekte Steak richtig zu garen. Der Klassiker ist dabei natürlich die Zubereitung auf dem Grill. Hier gibt schon allein der Geruch einen Vorgeschmack auf den Genuss beim Essen. Dabei stehen Holzkohle-, Gas- und Elektrogrills zur Auswahl.

  • Der Holzkohlegrill ist der Inbegriff des gemütlichen Barbecues. Er bietet das perfekte Grillaroma sowie -erlebnis und sorgt für einen unvergleichlichen Geschmack. Allerdings dauert die Zubereitung durch das vorherige Aufheizen recht lange.
  • Der Gasgrill wiederum ist schnell und spontan einsatzbereit, die Temperatur lässt sich leicht regulieren. Zudem ist hier kein Nachlegen von Kohle nötig. Dafür sind die Kosten für Qualitätsgeräte höher und das Grillaroma reicht nicht an das des Holzkohlegrills heran.
  • Der Elektrogrill eignet sich prima für Balkone, auf denen andere Grills nicht erlaubt sind, und ist auch in der Wohnung nutzbar. Hier profitieren Sie von einer geringen Rauchentwicklung und müssen weder Kohle noch Gas parat haben. Allerdings ist das Aroma nicht zu vergleichen mit anderen Grills.

Wer zu Hause nicht die Möglichkeit hat zu grillen, weil zum Beispiel der Balkon oder die Terrasse fehlt, bereitet sein Steak im Ofen oder in der Pfanne zu.

Steak vom Grill – wenden, würzen und in Alufolie wickeln

Für ein perfektes Steak vom Grill braten Sie zuerst das rohe Steak auf einer Seite kurz und scharf an und lassen Sie es nur so lange liegen, bis sich die Poren verschließen und die äußere Schicht etwas Farbe bekommt. Dann geben Sie je nach Bedarf etwas Salz, Pfeffer oder weitere Gewürze in kleinen Mengen vorsichtig auf das Steak. Anschließend wenden Sie das Stück und verfahren genauso auf der anderen Seite. Ist das Steak von beiden Seiten leicht gebräunt, lassen Sie es noch etwa 3 Minuten (bzw. 5 oder 10 Minuten, wenn Sie Ihr Steak medium bzw. ganz durch mögen) auf jeder Seite liegen. Zum Schluss wickeln Sie das Fleisch in Alufolie und legen es am Rand des Grillrosts ab – so zieht das Steak noch etwas durch und schmeckt noch saftiger.

Steak vom Grill

Steak braten in der Pfanne – mit heißem Öl und Rosmarin

Wenn Sie Ihr Steak in der Pfanne braten, geben Sie 1 EL Öl in die Pfanne und erhitzen Sie es auf höchster Stufe. Ist das Fett richtig heiß, legen Sie das Fleisch hinein und braten es von beiden Seiten kräftig an. Geben Sie zwischendurch für ein besonderes Aroma einen Zweig Rosmarin hinzu und wenden Sie das Steak mit einer Zange oder einem Pfannenwender. Dann braten Sie das Fleisch bei niedriger Hitze fertig und legen es ebenfalls für ein paar Minuten in Alufolie. Je nachdem, wie Sie Ihr Steak am liebsten genießen, braten Sie es in der Pfanne 4 bis 5 Minuten (blutig), 6 bis 7 Minuten (medium) oder 8 bis 10 Minuten (voll durch).

Steak zubereiten im Ofen – dank Grillfunktion kein Problem

Wer mag, gart sein Steak im Backofen. Stellen Sie hierzu eine gusseiserne Steakpfanne in den Ofen und schalten Sie die Grillfunktion ein. Während des Vorheizens würzen bzw. marinieren Sie das Steak nach persönlichen Vorlieben. Dann kommt das Steak mithilfe einer Zange in die Pfanne und wird von beiden Seiten je drei Minuten im Ofen gegrillt. Jetzt geht es ans Garen. Hierfür schalten Sie den Backofen von der Grillfunktion auf eine Temperatur von 260 Grad um, eine erneute Wendung des Gargutes ist nicht nötig. Mögen Sie Ihr Steak blutig, garen Sie es je nach Dicke etwa 2 bis 4 Minuten, schmeckt es Ihnen medium am besten, lassen Sie es 4 bis 7 Minuten im Ofen. Soll das Steak ganz durch sein, empfiehlt sich eine Garzeit von 7 bis 9 Minuten.

Steak zubereiten im Ofen
Holzkohlegrill
Anzündkamin
Burgerpresse
Grillbesteck
Grillthermometer
Unterschiedliche Arten von Steak
Fleisch von der Hüfte bis zum Rücken

Natürlich ist Steak nicht gleich Steak. Je nachdem, aus welcher Region des Tieres das Fleisch stammt, werden Steakarten unterschieden bezeichnet. Zu den beliebtesten Sorten zählen:

  • T-Bone-Steak: Dieses Steak weist einen T-förmigen Knochen auf, der das Roastbeef vom Filet trennt. Es ist meist breit und dick geschnitten, wodurch das Fleisch beim Braten schön saftig bleibt. Ist der Filetanteil beim T-Bone-Steak sehr groß, wird es auch als Porterhouse-Steak bezeichnet.
  • Rumpsteak: Das Rumpsteak hat keinen Knochen, ist gut marmoriert und für seinen intensiven Geschmack sowie seine recht feste Konsistenz bekannt.
  • Hüftsteak: Diese Variante ist im Vergleich zu anderen Steak-Sorten etwas zäher, was daran liegt, dass die Fleischfasern weniger fein sind. Es gilt als magere und kalorienarme Variante und stammt aus der Hüfte ohne Hüftdeckel.
  • Rib-Eye-Steak: Das Rib-Eye-Steak ist sehr saftig und aromatisch und stammt aus dem vordersten Teil des Rinderrückens, der Hochrippe. Es zeichnet sich durch seine starke Marmorierung und einen deutlich sichtbaren Fettkern aus.
Rumpsteak
Hüftsteak
Rib-Eye-Steak
Von bleu bis well done
Die Steak-Garstufen im Überblick

Nicht nur die verschiedenen Sorten entscheiden über den Geschmack des Steaks. Je nachdem, wie lange Sie Ihr Steak grillen, erhalten Sie eine andere Garstufe:

  • Bleu: Das fast rohe Steak ist lediglich kurz angebraten, von innen dunkelrot und außen nur leicht angebräunt.
  • English: Das englische Steak wird auch als blutig bezeichnet. Der Fleischsaft ist hier dunkelrot, das Innere ist besonders saftig.
  • Medium rare: Dieses Steak ist auf den Punkt gegrillt, von außen gut gebräunt und von innen schön saftig.
  • Medium: Diese Variante ist die wohl beliebteste. Hier weist das Steak einen roten Fleischkern und eine dunkelbraune Kruste auf.
  • Medium well: Das Steak ist fast durchgebraten, das Fleisch von außen stark gebräunt.
  • Well done: Dies ist die höchste Garstufe. Das Steak ist komplett durchgebraten und von innen braun.
Bierzapfanlage
Biergläser
Beerpong
Blechschild - Meine Grillgesetze
T-Shirt - Hier grillt der Chef
Gewürze und Beilagen
Leckere Marinade- und Steak-Rezepte

Welche Gewürze bzw. Marinade Sie für Ihr Steak wählen, bleibt ganz Ihrem Geschmack überlassen. Ein Klassiker ist hier die Steak-Marinade. Hierfür benötigen Sie:

  • 2 EL Balsamessig
  • 1 EL groben Senf
  • 1 TL mittelscharfen Senf
  • 4 EL Olivenöl
  • etwas Pfeffer

Verrühren Sie die Zutaten miteinander und würzen Sie anschließend mit Pfeffer nach.

Ebenfalls lecker ist die Thai-Marinade. Dazu brauchen Sie:

  • 25 g Ingwer
  • 2 durchgepresste Knoblauchzehen
  • 4 EL Limettensaft
  • 4 EL Öl
  • 1 Bund grob gehackten Koriander

Schälen und reiben Sie den Ingwer, pressen Sie die Knoblauchzehe durch und mischen Sie beides mit dem Limettensaft, Öl und Koriander.

Steak Marinade & Beilagen

Haben Sie Ihr Steak so gebraten und gewürzt, wie Sie es am liebsten mögen, gilt es nur noch, die passende Beilage auszuwählen. Hier ist ebenfalls Ihr Geschmack gefragt. Ein Klassiker zum Steak, besonders während eines Barbecues, sind Salate. Soll es etwas deftiger sein? Dann probieren Sie es mit Bratkartoffeln. Diese können Sie ebenfalls auf dem Grill oder in der Pfanne zubereiten. Alternativ sind auch Rosmarinkartoffeln oder gegrillte Maiskolben eine beliebte Beilage zum Steak.

Da bleibt nur noch zu sagen: Guten Appetit!