Alles klar: Das neue EU-Energielabel.

Das EU-Energielabel unterstützt seit über 25 Jahren bei der Auswahl energieeffizienter Produkte. Darüber hinaus hat das Label im Bereich der Industrie wesentliche Impulse in Richtung Entwicklung energiesparender Produkte gesetzt. Durch Angebot und Nachfrage nach energiesparenden Produkten konnten der Energieverbrauch und die Energiekosten erheblich reduziert werden.

Das heute verwendete A+++/G-Bewertungsschema hat allerdings an Effektivität verloren. Die aktuelle Labelskala mit mehreren „+“ ist nicht transparent und die Mehrheit der Produkte befindet sich bereits in den obersten Effizienzklassen. Es wird daher zunehmend schwieriger, die effizientesten Produkte zu identifizieren.

Die Europäische Union hat das Label daher überarbeitet und den Nutzungsbedürfnissen entsprechend optimiert. Das neue Label wird ab 1. März 2021 im Handel eingeführt und umfasst nur noch die Effizienzklassen A bis G. Die Kriterien für die Klassengrenzen werden entsprechend der Markt- und Technologieentwicklung regelmäßig angepasst.

So sehen die neuen Energielabels aus

Das neue EU-Label kehrt wieder zurück zu den Klassen A bis G, um sie besser verständlich zu machen. Dafür werden die Klassen neu skaliert. Das bedeutet, dass du ein Gerät, das aktuell der Energieeffizienzklasse A+++ angehört, nach der neuen Zuordnung in der Energieeffizienzklasse B findest. Dabei hat sich der Verbrauch nicht verändert. Die Klasse A – bei manchen Elektrogeräten sogar auch die Klasse B – bleiben vorerst frei. Dadurch will die EU Platz für energieeffizientere Geräte in der Zukunft freihalten.

EEK

Es gibt zukünftig für alle Produktgruppen eine einheitliche Effizienzskala mit den Klassen A bis G. Eine Erweiterung mit A+-Klassen ist nicht mehr vorgesehen.

Das Label wird über den darauf angebrachten QR-Code mit einer neuen EU-Produktdatenbank (EPREL) verknüpft. Über die Datenbank stehen dir dann weitere Produktinformationen zur Verfügung.

Die Umstellung auf die neuen Labels erfolgt stufenweise entsprechend der Fertigstellung der neuen EU-Verordnungen. Für 2021 ist die Umstellung für folgende Produktgruppen vorgesehen:

  • Haushaltskühl- und Gefriergeräte
  • Haushaltswaschmaschinen
  • Haushaltsgeschirrspüler
  • TV-Geräte und elektronische Displays
  • Beleuchtungsprodukte

Für weitere gelabelte Produkte wie Klimageräte, Trockner, Staubsauger oder auch Warmwasserbereiter folgt die Einführung der neuen Labels erst, nachdem die neuen EU-Verordnungen in Kraft getreten sind. Das heißt, die Einführung dieser Labels ist erst ab 2022 zu erwarten.

Die Überarbeitung der Energielabel erfolgt schrittweise. Ab dem 1. März 2021 gilt die neue Skala von A bis G für Kühl- und Gefriergeräte, Weinlagerschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Waschtrockner, Fernseher und Displays. Für andere Produktgruppen wird die A-G-Skala eingeführt, sobald die gesetzlichen Anforderungen der Verordnungen überarbeitet wurden.

In einer Übergangszeit von November 2020 bis März 2021 gibt es zwei Energieetiketten für dasselbe Gerät. Ein Energieetikett zeigt die aktuellen Energieklassen (A +++ bis D), das andere zeigt die neue Skala (A bis G).

Mit den neuen Anforderungen haben sich einige der Test- und Berechnungsmethoden geändert. Daher können die Werte auf dem neu skalierten Energieetikett vom aktuellen Etikett abweichen. Das bedeutet nicht, dass ein heute als A+++ ausgewiesenes Gerät nun plötzlich einen höheren Energieverbrauch hat, nur weil es ab März beispielsweise in die neue Klasse C eingestuft wurde. Dieses Gerät ist auch zukünftig sehr energieeffizient.

An März wird die beste Energieeffizienzklasse die Klasse A sein. Diese Klasse wird aber nach heutigem technischen Stand kaum ein Gerät erreichen können. Die Klassen B und C stehen dann also für hocheffiziente Produkte und sind mindestens gleichwertig mit der heutigen A+++ Klassifizierung.

Auf der offiziellen Seite der Initiative Label 2020 werden alle Fragen rund um das neue EU-Energielabel beantwortet.